Auch Neuenkirchen profitiert Zuschuss vom Land für moderne Bushaltestelle in Voltlage

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Noch ein Provisorium ist die Haltestelle „Alte Molkerei“ in Voltlage. Hier hält seit dem vergangenen Sommer die Linie 610. Foto: Christian GeersNoch ein Provisorium ist die Haltestelle „Alte Molkerei“ in Voltlage. Hier hält seit dem vergangenen Sommer die Linie 610. Foto: Christian Geers

Voltlage/Neuenkirchen. Für den Ausbau von drei Bushaltestellen erhalten die Gemeinden Voltlage und Neuenkirchen 75 Prozent der Baukosten von der Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) erstattet.

Eine moderne und vor allem barrierefreie Haltestelle will die Gemeinde Voltlage an der Neuenkirchener Straße (Kreisstraße 105) in Höhe der alten Molkerei schaffen. Dort hält seit dem vergangenen August die Buslinie 610, die Fürstenau und Osnabrück im Stundentakt miteinander verbindet. Seit dem Fahrplanwechsel steuert der Bus auch die Gemeinde Voltlage an, die damit einen ÖPNV-Anschluss an die Nachbargemeinden Merzen und Neuenkirchen erhält und – was genauso wichtig ist – eine verlässliche Busverbindung in Richtung Fürstenau und Osnabrück. Das hatte die Kommune seit vielen Jahren gefordert.

Schon im Frühjahr 2017 hatte Bürgermeister Norbert Trame den Bau einer vernünftigen Haltestelle angekündigt. Denn bisher ist der Haltepunkt „Alte Molkerei“ nicht mehr als ein Provisorium. Schilder weisen die Haltestelle zwar als solche aus, es gibt aber weder eine Unterstellmöglichkeit noch eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder. „Das geht so nicht“, sagte der Bürgermeister in der jüngsten Ratssitzung und verwies auf den „sehr nassen Herbst 2017“. Bis zur kommenden „feuchten Jahreszeit“ soll die Bushaltestelle hergerichtet sein.

„Osnabrücker Haltestelle“ als Modell

Als Vorlage für eine erste Planung und Kostenberechnung diente die sogenannte Osnabrücker Haltestelle der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos). Diese gibt vor, wie Sicherheit und der Barrierefreiheit beim Ein- und Ausstieg der Fahrgäste gewährleistet sind. So können Niederflurbusse die Haltestelle anfahren, die mit einem taktilen Blindenleitsystem ausgestattet wird und die eine Wartehalle – amtlich als Fahrgastunterstand betitelt – mit Abfalleimer, Haltestellenschild und drei Abstellbügeln für Fahrräder bekommt. Die Kosten für den Bau der Haltestelle „Alte Molkerei“ belaufen sich auf rund 22.000 Euro. 15.400 Euro übernimmt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, den Rest finanziert die Gemeinde Voltlage.

Haltestelle „Kirche“ in Neuenkirchen wird modernisiert

In Neuenkirchen wird die Haltestelle „Kirche“ sowohl in Fahrtrichtung Osnabrück als auch in Fahrtrichtung Fürstenau erneuert. Die Ausstattung ist mit der in Voltlage zu vergleichen, die Haltestelle gegenüber der St.-Laurentius-Kirche wird aber wegen der erforderlichen Busbucht etwas teurer. Insgesamt summieren sich die Baukosten auf rund 48.000 Euro. Auch hier übernimmt das Land drei Viertel der Investitionskosten, ein Viertel zahlt die Gemeinde Neuenkirchen.

Vorhaben muss bis Ende Juni 2019 abgerechnet sein

Beide Kommunen hatten den Antrag bis Ende Mai 2017 gestellt. Am 18. Januar 2018 erhielten sie den Zuwendungsbescheid, wie Dirk Boguhn, stellvertretender Fachbereichsleiter Planen und Bauen in der Neuenkirchener Samtgemeindeverwaltung, auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Über die zugesagten Finanzmittel können die Gemeinden ab sofort verfügen. „Die Mittel müssen bis 7. Dezember abgerufen sein“, so Boguhn. Der sogenannte Verwendungsnachweis – also die Abrechnung der Baukosten – muss bis Ende Juni 2019 bei der LNVG eingereicht werden. Es bleibt also etwas Zeit, um die Vorhaben umzusetzen.

Voltlage beginnt mit Detailplanung

Voltlages Bürgermeister Norbert Trame kündigte an, umgehend in die Detailplanung einsteigen zu wollen. Erst danach könne eine öffentliche Ausschreibung der Arbeiten erfolgen. Ohnehin stehe noch ein Termin mit dem Grundstückseigentümer an, da möglicherweise ein paar Quadratmeter seiner Fläche für die Haltestelle „Alte Molkerei“ benötigt würden. „Der Eigentümer ist aber zur Mitarbeit bereit“, sagte der Bürgermeister.


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