Elternbefragung nach Sommerferien Braucht Overbergschule Voltlage ein Ganztagsangebot?

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Nach den Sommerferien wird sich entscheiden, wie groß der Bedarf an einem offenen Ganztagsangebot an der Overbergschule in Voltlage ist. Foto: Christian GeersNach den Sommerferien wird sich entscheiden, wie groß der Bedarf an einem offenen Ganztagsangebot an der Overbergschule in Voltlage ist. Foto: Christian Geers

Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen will im Sommer klären, wie groß die Nachfrage nach einem Ganztagsangebot an der Overbergschule in Voltlage ist. Eine Einführung wäre frühestens zum Schuljahr 2019/2020 möglich.

Braucht Voltlage ein offenes Ganztagsangebot an der Overbergschule? Die Antwort auf diese Frage wird wohl erst im Sommer fallen. Einig ist sich der Gemeinderat aber darin, die Diskussion über eine Erweiterung des Betreuungsangebotes an der Grundschule intensiv zu begleiten.

Wessel: Gute Erfahrungen in Merzen und Neuenkirchen

In Merzen und Neuenkirchen hätten Schulen und Eltern gute Erfahrungen mit einem offenen Ganztagsangebot gemacht, berichtete Mechthild Wessel, Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Bildung und Soziales der Gemeinde Voltlage, in der Ratssitzung am Mittwochabend. Welche Voraussetzungen für ein solches Betreuungsangebot erfüllt werden müssten, habe die zuständige Fachbereichsleiterin der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ruth Klaus-Karwisch, in einer Ausschusssitzung erläutert. Geplant sei, dass die Voltlager Eltern nach den Sommerferien zunächst ausführlich über Ganztagsangebote an Grundschulen informiert würden. „Anschließend soll der Bedarf abgefragt werden“, so Wessel. Je nach Ausgang sei dann vorgesehen, zum 1. Dezember 2018 einen Antrag an die Landesschulbehörde zu stellen, damit das Ganztagsangebot zum Schuljahr 2019/20 eingeführt werden könne. Bürgermeister Norbert Trame wies darauf hin, dass 20 bis 25 Kinder das Ganztagsangebot schon besuchen müssten, damit es überhaupt zustandekommen könne. Das sei angesichts der Größe der Overbergschule eine Herausforderung. Er gehe allerdings davon aus, dass ein solches Angebot eine Nachfrage schaffe. „So ist es schließlich auch bei der Kinderkrippe gewesen“, erinnerte Trame an die große Nachfrage nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige.

Grundschule Neuenkirchen startete am 1. August 2014

Wie gut die Ganztagsangebote an den Grundschulen in Merzen und Neuenkirchen angenommen werden, hatte Fachbereichsleiterin Klaus-Karwisch jüngst in einer Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie und Soziales der Samtgemeinde Neuenkirchen erläutert. An der Grundschule Neuenkirchen gibt es seit 1. August 2014 ein offenes Ganztagsangebot. Offen bedeutet, dass eine Teilnahme der Schüler nicht verpflichtend ist und die Eltern jeweils für ein Halbjahr entscheiden können, wann sie ihr Kind gerne betreuen lassen möchten. Von montags bis donnerstags ist eine Betreuung bis 15 Uhr gewährleistet, freitags bis 14 Uhr. Die Zahl der Kinder hat sich seither mehr als verdoppelt: Verzeichnete die Neuenkirchener Grundschule zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 42 Schüler im Ganztagsangebot, so sind es aktuell 96 Jungen und Mädchen.

Eine ähnliche Entwicklung ist an der Grundschule in Merzen zu beobachten. Hier startete das offene Ganztagsangebot am 1. August 2017 mit 41 Kindern, seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres sind es bereits 61 Kinder. In Merzen gibt es von montags bis donnerstags bis 15 Uhr ein Betreuungsangebot, freitags jedoch nicht.

Hausaufgabenbetreuung an allen drei Schulen

An allen drei Grundschulen bietet die Samtgemeinde Neuenkirchen seit Jahren eine eigenständig organisierte Hausaufgabenbetreuung an. Gesichert ist ebenfalls eine verlässliche Betreuung von fünf Zeitstunden. Weiterhin gibt es seit dem Schuljahr 2007/2008 in den Ferien je nach Bedarf für Grundschüler ein Betreuungsangebot bis 15 Uhr.


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