Ehrung für Heimatmusikanten Gemeinde Voltlage ehrt Garanten für gute Laune

Von Christian Geers

Beim Neujahrsempfang ehrte die Gemeinde Voltlage die vier Heimatmusikanten. Bürgermeister Norbert Trame (rechts) und sein Stellvertreter Hermann Dreising (links) ehrten die Stimmungsmacher, die es zusammen auf aktuell 316 Lebensjahre bringen. Mit dabei: Ehefrauen und Angehörige, die den Musikern den Rücken frei halten, sowie Laudator Karl-Heinz Niehaus (Siebter von links). Foto: Christian GeersBeim Neujahrsempfang ehrte die Gemeinde Voltlage die vier Heimatmusikanten. Bürgermeister Norbert Trame (rechts) und sein Stellvertreter Hermann Dreising (links) ehrten die Stimmungsmacher, die es zusammen auf aktuell 316 Lebensjahre bringen. Mit dabei: Ehefrauen und Angehörige, die den Musikern den Rücken frei halten, sowie Laudator Karl-Heinz Niehaus (Siebter von links). Foto: Christian Geers

Voltlage. Ob Hochzeit, Geburtstagsfeier, Seniorennachmittag oder ein Festakt – die Voltlager Heimatmusikanten sind längst über die Ortsgrenzen hinaus ein Begriff und ein Garant für gute Laune. So etwas wie ein musikalischer Botschafter, eben eine Voltlager Visitenkarte.

Die Gemeinde Voltlage hat die vier Voltlager Heimatmusikanten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ihre besonderen Verdienste um die Heimat-, Kultur- und Musikpflege ausgezeichnet. Die Ehrung war ein Höhepunkt beim Neujahrsempfang „Kiek in’t neije Johr“. Bürgermeister Norbert Trame beglückwünschte das Quartett, dessen Mitglieder sich auch in Vereinen und Gremien uneigennützig für Voltlage eingesetzt hätten.

Vier Musiker bringen es auf 316 Lebensjahre

Blaues Hemd, schwarze Hose, dazu ein pechschwarzes Lederkäppi – daran sind Gregor Determann, Josef Overberg, Josef Stagge und Eugen Volbers auch an diesem Sonntagvormittag zu erkennen. Die vier Musiker, die es zusammen auf beachtliche 316 Jahre bringen, unterhalten die Einwohner während des Neujahrsempfangs. Mit Akkordeon und Teufelsgeige –ein mit vier Saiten bespannter Holzstab mit Trommeln, Glöckchen, Kuhglocken sowie zwei kleinen Zinnbechern, mit denen sich der Rhythmus klappernd, rasselnd, scheppernd und klingelnd vorgeben lässt – bringen sie jede Veranstaltung buchstäblich in Schwung – „mit Musik und Dönkes, die schnell gute Laune verbreiten“, wie Voltlages stellvertretende Bürgermeister Hermann Dreising sagte. „Sie schaffen es, selbst junge Menschen zum Mitsingen und Tanzen zu bewegen.“

Drei Voltlager und ein Merzener

Das Quartett, bestehend aus drei Voltlagern und einem Merzener, habe inzwischen viele „Fans in den Seniorenheimen und den umliegenden Gemeinden“. Und natürlich auch in Voltlage, wie der lang anhaltende Applaus deutlich machte, nachdem Hermann Dreising bekannt gegeben hatte, wen die Gemeinde in diesem Jahr auszeichnen werde.

Die Laudatio auf die Heimatmusikanten hielt Karl-Heinz Niehaus, ein enger Wegbegleiter. Er erinnerte an den Werdegang aller Musikanten, die seit inzwischen mehr als zehn Jahren in dieser Besetzung nicht nur im Altkreis Bersenbrück, sondern auch in der Nachbarschaft unterwegs sind. So manche Anekdote ließ die Zuhörer herzhaft lachen, wie zum Beispiel diese, als während einer Hochzeitsfeier der Bräutigam verschwand „und nie wieder auftauchte“. Aber nicht wegen der Musik, versteht sich.

Publikum fordert eine Zugabe

Für Karl-Heinz Niehaus war klar: Einen besseren Botschafter als die Voltlager Dorfmusikanten könne die Gemeinde gar nicht bekommen. Und nicht nur er wünschte sich, „dass es sie noch lange geben möge“.

Nachdem Bürgermeister Norbert Trame und Hermann Dreising Ehrenurkunden und Präsent überreicht hatten, bedankte sich Josef Stagge, der Drittälteste der Gruppe, für die Auszeichnung – mit locker-launigen Worten, so wie die Voltlager ihn kennen. Mit 316 Jahren – „in Kürze sind es 318 Jahre“ – sei diese Gruppe wohl mit Blick auf Anzahl der Mitglieder und das Alter schon etwas Besonderes.

Mit dem Lied „Ein schöner Tag“ bedankten sich Gregor Determann, Josef Overberg, Josef Stagge und Eugen Volbers für die Auszeichnung – und ihre Instrumente konnten sie erst einpacken, nachdem sie den Wunsch nach einer Zugabe erfüllt hatten.