Mängelbuch und mehr Detaillierte Regeln für Geländefahrer im Fürsten Forest

Nur auf den vorgegebenen Wegen dürfen die Fahrzeuge im Motorsportpark auf dem Gelände des Fürsten Forest fahren. Um Verstöße zu verhindern, hat der Beirat des Freizeit- und Ferienparks nun ein detailliertes Regelwerk nebst verbindlichen Kontrollen erstellt. Archivfoto: Peter SelterNur auf den vorgegebenen Wegen dürfen die Fahrzeuge im Motorsportpark auf dem Gelände des Fürsten Forest fahren. Um Verstöße zu verhindern, hat der Beirat des Freizeit- und Ferienparks nun ein detailliertes Regelwerk nebst verbindlichen Kontrollen erstellt. Archivfoto: Peter Selter

Fürstenau. Der Beirat für den Freizeit- und Ferienpark Fürsten Forest hat ein umfassendes Regelwerk für die Nutzung des Motorsportparks vereinbart. Überdies geht die Stadt Fürstenau davon aus, dass der Landkreis in den nächsten Tagen die unbefristete Genehmigung für den Park erteilt.

Es war eine große Runde, die sich da vor einigen Tagen getroffen hatte, um über den Motorsportpark zu sprechen. Wer war nicht alles dabei? Vertreter der Unteren Naturschützbehörde, des Fachdienstes Planen und Bauen des Landkreises Osnabrück, der auf dem Gelände tätige Sicherheitsdienst, der zuständige Landschaftsplaner, Vertreter des Fürstenauer Stadtrates, Mitglieder der Kreistagsfraktion der Grünen, Vertreter des Freizeit- und Ferienparks und auch Thomas Wagener, der sich bei der Stadtverwaltung federführend um die Belange des Freizeit- und Ferienparks kümmert. Alle gemeinsam gingen vor allem auf Betreiben von Claudia Funke von den Fürstenauer Grünen zwei Fragen nach. Erstens: Wie kann nachhaltig sichergestellt werden, dass Nutzer des Motorsportparks sich tatsächlich nur auf den zugelassenen Strecken bewegen? Zweitens: Wie kann effektiv verhindert werden, dass nicht zugelassene Fahrzeuge im Gelände unterwegs sind?

Technischer Zustand der Fahrzeuge wird überprüft

Die Antworten darauf hat Thomas Wagener in einem Ergebnisprotokoll zusammengestellt und am Dienstagabend dem Stadtrat zur Kenntnisnahme vorgestellt. Um künftig Verstöße gegen die in den nächsten Tagen abschließende BImSchG-Genehmigung (Bundes-Immissionsschutzgesetz) weitgehend zu vermeiden, sind folgende Regeln vereinbart worden: Vor Einfahrt ins Gelände wird der technische Zustand der Fahrzeuge und der Versicherungsschutz (Kfz- oder Sportversicherung) durch geeignetes Personal kontrolliert. Fahrer, die das Wegenetz verlassen, werden einmalig ermahnt und bei Vorsatz oder Wiederholung des Geländes verwiesen.

Schäden und Verstöße melden

Weiterhin hat der Beirat vereinbart, dass die Betreiber des Ferien- und Freizeitparks bis zum Saisonstart 2018 den gesamten Motorsportpark auf nicht zugelassene Wege kontrollieren und durch entsprechende Absperrungen und Kennzeichen sicherstellen, dass nicht zugelassene Wege nicht nutzbar und zweifelsfrei als solche erkennbar sind. Darüber hinaus finden jeden Montag Kontrollen des Wegenetzes statt. Schäden und Verstöße nehmen der Sicherheitsdienst des Fürsten Forest oder andere Mitarbeiter auf. Neu entstandene und damit nicht zugelassene Wege können direkt unter einer zentralen Telefonnummer an die Parkleitung gemeldet werden. Alle Meldungen werden – egal ob von Mitarbeitern oder Außenstehenden – in ein Formular eingetragen, das zudem Angaben zu den Schäden enthält.

Regelwerk findet Zustimmung

Dieses „Mängelbuch“ wird auch dem Landkreis zu Kontrollzwecken zur Verfügung gestellt. Der wird außerdem – wie Thomas Wagener in der Sitzung erläuterte – in seiner BImSchG-Genehmigung den Passus aufnehmen, dass alle Auflagen eingehalten werden müssen. Sollte das nicht der Fall sein, behalte es sich der Landkreis vor, auf Kosten des Fürsten Forest eigene Kontrollen durchzuführen.

Bei den Mitgliedern des Stadtrates fanden diese Regelungen Zustimmung. Auch Claudia Funke war weitgehend zufrieden, monierte allerdings, dass einige Streckenbereiche im Wald inzwischen sehr tief ausgefahren und verschlammt seien. Das sei unter anderem für die Bäume problematisch. Sie ragten inzwischen teilweise wie auf Stelzen aus dem Boden.

Ihr besonderes Interesse an einer guten Zusammenarbeit zeigten auch Park-Geschäftsführer Jan Coors und Parkleiterin Larissa de Roo. Sie verfolgten den Tagesordnungspunkt „Freizeit- und Ferienpark Fürstenau“ aufmerksam.


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