Probe für den Ernstfall Feuerwehren aus Ohrte, Wettrup und Grafeld übten gemeinsam

Von Jürgen Schwietert

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Grafeld. Zum ersten Mal übten in Grafeld drei Freiwillige Feuerwehren aus dem Grenzbereich zum Emsland gemeinsam: Die Feuerwehren aus Grafeld, Ohrtermersch/Ohrte und Wettrup rückten zu einem fiktiven Brand mit vermissten Personen aus.

Der genaue Zeitpunkt der Übung war selbst den Führungskräften der drei Feuerwehren nicht bekannt. Am Samstag um 13.40 Uhr gab es dann schließlich Alarm. Ein Radfahrer hatte eine Rauchentwicklung gemeldet. Er machte sich dann aber aus dem Staub, sodass die Feuerwehren das Objekt erst einmal suchen mussten. In der Maschinenhalle des Hofes Timpe war ein Feuer ausgebrochen. Zwei Personen wurden vermisst.

Die Grafelder Kameraden waren als erste Einsatzkräfte vor Ort. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Andreas Triphaus griffen sie die Brände mit mehreren Rohren an. Sie hatten die Feuer schnell unter Kontrolle. Fast gleichzeitig rüsteten sich mehrere Trupps mit schwerem Atemschutz aus und retteten die Personen aus der Halle. Kurze Zeit später trafen die Freiwilligen Feuerwehren aus Ohrte/Ohrtermersch und Wettrup ein, unterstützen die bereits eingesetzten Kräfte mit weiteren Trupps unter schwerem Atemschutz und bauten eine Wasserversorgung von einem etwa 400 Meter entfernten Unterflurhydraten auf.

Nachdem erste Kommunikationsprobleme gelöst waren, klappte die Zusammenarbeit reibungslos. Bei den Rettungsarbeiten in der Halle verletzte sich ein Atemschutzgeräteträger, der von einem weiteren Trupp unter schwerem Atemschutz gerettet werden musste. Dieses Szenario wurde kurzfristig eingespielt und auch reibungslos abgearbeitet.

„Der erste Eindruck war, dass alle Aufgaben gut gelöst wurden“, zog Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen ein positives Fazit. „In meinen Augen hat das landkreisübergreifend sehr gut geklappt“, ergänzte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Stefan Brüwer.

Die Übungsleitung lag in den Händen von Marius Berling (FF Grafeld) und Matthias Ventzke (FF Ohrtermersch/Ohrte). Zur Manöverkritik hieß Ortsbrandmeister Andreas Triphaus alle Beteiligten im Grafelder Feuerwehrhaus willkommen. Er hob hervor, dass durchgängige Funkverbindungen für eine reibungslose Zusammenarbeit notwendig seien. Daher sollen die Funkkonzepte zwischen den Feuerwehren in Wettrup und Grafeld sowie Ohrtermersch/ Ohrte ausgetauscht werden.


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