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Tennis-Turnier für Grundschulen Fürstenau:Auf den Schläger gekommen

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Hin und her fliegt der Softball zwischen diesen beiden Drittklässlern. Foto: Anika FrankeHin und her fliegt der Softball zwischen diesen beiden Drittklässlern. Foto: Anika Franke

Fürstenau/Bippen. Vielleicht spielt hier die nächste Andrea Petkovic ihr erstes Match – mit einer glänzenden Tenniskarriere in Aussicht. Aber vielleicht spielt auch einfach das Kind von nebenan aus Freude an Bewegung. Beides ist ausdrücklich erwünscht. Das findet zumindest Heinz Borchers vom Niedersächsischen Tennisverband (NTV).

Der Schultenniswart besucht dieser Tage die Grundschulen in der Samtgemeinde Fürstenau, um jedem Kind die Möglichkeit zu bieten, diesen Sport einmal auszuprobieren. Dabei sei es ganz und gar nicht Sinn der Aktion, dass jedes Kind hinterher beim Tennis-Sport hängen bleibt. Vielmehr gehe es darum, die Schüler für Sport und Bewegung allgemein zu begeistern. Der Sport fördert schließlich Fähigkeiten wie Koordination, Konzentration, Reaktion, aber auch Spielwitz und Fairness. All diese Dinge benötigen Kinder für Tennis, aber eben auch für jede andere Sportart.

In der Sporthalle der Maiburg-Grundschule Bippen fliegen die Softbälle zwischen den Kindern hin und her. Softbälle? Genau, sie spielen nämlich Tennis. Das sogenannte „Low-T-Ball“ – gut geeignet für Einsteiger: kleine Felder mit Holzeinfassung, weiche, luftgefüllte Bälle, die unter der Querverbindung gespielt werden.

Heinz Borchers bringt das gesamte Equipment mit an die Schulen – verwandelt die Turnhalle in ein Tennisstadion. So können in kleinen Hallen mehrere Matches gleichzeitig laufen.

Die Grundschulen in Berge, Grafeld und Fürstenau ziehen in den nächsten Wochen mit eigenen schulinternen Turnieren nach. Die besten Spieler der Schulen treten wiederum in der Meisterschaft auf Samtgemeindeebene gegeneinander an. Diese sei für Mai geplant, so Frank Kemper, Leiter der Maiburg-Grundschule.

Und vielleicht hat die Aktion schlussendlich doch das Ergebnis, die Tennisjugend in den Vereinen zu aufzubauen, hofft Marion Pohl vom Bippener Tennisverein. Eine Kooperation mit der Grundschule besteht hier ohnehin seit mehreren Jahren.

So oder so. Spaß gemacht hat es allen Kindern, wie ein Blick in die verschwitzten, aber strahlenden Kindergesichter zeigt.


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