Veranstalter zufrieden Rock am Schloss mit mehr als 500 Besuchern

Von Bjoern Thienenkamp


Fürstenau. Mehr als 500 Besucher haben am Wochenende bis nach Mitternacht auf der Schlossinsel in Fürstenau beim „Rock am Schloss“ mit sechs Bands gefeiert. Die Organisatoren vom Verein Jugendkultur Fürstenau freuen sich über begeisterte Gäste und Musiker.

Eine der Bands war Giant Rooks. Fünf Jungs aus Hamm zwischen 18 und 21 Jahren alt. Frontmann Frederik Rabe fasziniert mit einer sehr unterhaltsamen Kombination aus kräftigem Gesang mit zugleich engagiertem Einsatz von Schlaginstrumenten. Ein bisschen stiehlt er seinen Kollegen die Show, aber selbstverständlich liefern auch die eine saubere Leistung ab. So gefällig kann Rock sein.

„Uns gibt es seit drei Jahren und wir haben bereits etwa 250 Auftritte hinter uns – gefühlt 500“, so Frederik Rabe. „In diesem Jahr stehen für uns 101 Auftritte an“, sagt der 21-Jährige über einen an den Wochenenden vollen Terminkalender. „Voll schön, super Stimmung, es ist mega gut gelegen, die Leute sind voll gut drauf, wir wissen ja nicht, wie die Leute reagieren, bei so einem gemischten Angebot“, erklärt der Sänger.

Die LP wird immer beliebter

An einem Stand verkaufen Giant Rooks neben Fanartikeln auch ihre zweite EP „New Estate“ mit fünf Songs, – ein halbes Album. „Wir haben jedes Cover einzeln mit den Motiven gestempelt“, erinnert sich Frederik Rabe an ein Stück harte Arbeit.

„Was ist denn das?“, fragt eine sehr junge Besucherin, als Frederik Rabe neben der CD auch eine Schallplatte auslegt. „Es kaufen immer mehr Leute Schallplatten, die Qualität ist eine bessere, aber die Herstellung ist super teuer, alleine der Rohling kostet viel Geld“, so Frederik Rabe.

Zu den Kunden gehört Rüdiger Bergeler. „Ich habe mir einen Dual 47 Q selber fertiggemacht, ein neues Chassis gebaut“, sagt der 57-Jährige über seinen Plattenspieler. „Ich höre bei einer Schallplatte mehr Musik raus als bei einer CD, obwohl ich dafür ein Topmodell von Technics habe“, erklärt der Mann aus Reken.

Ein wenig Nieselregen

Eine weitere Band, die in Fürstenau auftritt, ist Boozed aus Bramsche. Sie hat ein wenig mit Nieselregen zu kämpfen. Das ist nichts im Vergleich zu 2010 beim Talge Open Air. Damals brach heftiger Regen los, die Wiese stand sofort unter Wasser, die Technik musste in Sicherheit gebracht werden, das Konzert abgebrochen.

„Ich freue mich, dass trotz eines Sommers für Skeptiker deutlich mehr als 500 Rockfreunde auf die Schlossinsel gefunden haben, um ausgezeichneten Rock in einer ausgezeichneten Atmosphäre zu erleben“, sagt Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, der fast immer bei Rock am Schloss mit von der Partie ist.

„Wir versuchen ja alles zu unternehmen, damit die Jungs hier zufrieden sind“, sagt unterdessen Stefan Brüggemann, als er in einem Zelt hinter der Bühne steht, das mit rotem Teppich, Sofa, Spiegel und Garderobe fast schon heimelig wirkt. Dann merkt er jedoch, dass da neben den vielen „Jungs“ auch noch eine Frau ist, die Sängerin der Band Therapiezentrum. So kann es manchmal gehen.

Zufriedene Gäste und Veranstalter

„Wir sind doch sehr zufrieden, dass so viele Leute gekommen sind, obwohl es am Nachmittag Regenschauer gab“, findet der zweite Vorsitzende des Vereins „Wir bedanken uns bei den Sponsoren, den Bands, unserem Künstlervermittler Mike Strübe sowie allen Helfern – vom Motorradclub Fürstenau bis hin zu den Landfrauen aus Settrup“, betont der 35-Jährige.


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