126 Sitzplätze Neue Mensa der Oberschule Berge nimmt Betrieb auf

Von Jürgen Ackmann


Berge. Zwar sind alle Neuntklässler der Oberschule in Berge auf Klassenfahrt, gleichwohl gab es für Petra Triphaus, Walburg Gerdelmann und Jessica Johanning alle Hände voll zu tun bei der Eröffnung der neuen Mensa am Dienstag. 163 Essen gingen über den Ausgabetisch.

Um 12.30 Uhr war es noch vergleichsweise ruhig. In der Küche klapperten ein paar Töpfe, im Speisesaal unterhielten sich leise Vertreter der Schulleitung, der Samtgemeinde Fürstenau sowie des Ingenieurbüros Bohmann und begutachteten gemeinsam den fertigen Neubau. Am vergangenen Freitag waren die letzten Handwerker abgerückt, am Montag ging es um letzte Details zur Inbetriebnahme der Küche.

Dann war es so weit. Die Fünft- und Sechstklässler sowie die Sportklassen reihten sich als Erste in eine stattliche Schlange ein – so wie die Lehrer es zuvor mit ihren Schülern besprochen hatten. Ein Essen nach dem anderen ging über den Ausgabetisch. Klarer Favorit: Spaghetti bolognese. Die Bulgur-Pfanne fand da weniger Anklang.

Farbenfrohes Mobilar

Gleichwie: Die Schüler nahmen an ihren Tischen auf farbenfrohen Stühlen Platz und ließen es sich schmecken – übrigens fast durchweg fein säuberlich getrennt nach Jungen und Mädchen. Wenn später die Zehntklässler kämen, sehe das aber ganz anders aus, so Schulleiter Gerd Beckmann.

Neben den Oberschülern nehmen vereinzelt auch Schüler aus der benachbarten Grundschule am Essen teil. In der Regel handelt es sich dabei um Kinder, die ältere Geschwister an der Oberschule haben. Generell ist die Mensa so konzipiert, dass künftig auch die Grundschüler dort essen könnten, wenn ihre Schule eines Tages im Ganztagsbetrieb weitergeführt werden würde. Das ist aber Zukunftsmusik.

HpH liefert Essen

Zunächst sind die Verantwortlichen froh, dass alles so gut geklappt hat. Lehrer, Schüler und die Vertreter der Samtgemeinde waren von der neuen Mensa sichtlich angetan, zumal die Bauzeit ebenso eingehalten worden ist wie der Kostenrahmen.

Künftig werden nun in der Woche täglich mehr als 180 Essen ausgegeben – geliefert von der Heilpädagogischen Hilfe (HpH), aufgetischt von Jessica Johanning, Walburga Gerdelmann und Petra Triphaus und verspeist – hoffentlich – mit viel Genuss von den Schülern.


Am 3. Juni 2015 startete das Mensa-Projekt mit der Prüfung von möglichen Bauvarianten. Nachdem das geklärt war, folgten am 8. April der Bauantrag und am 7. Juli die Baugenehmigung des Projektes. Weiter ging es am 5. Oktober mit dem Einrichten der Baustelle. Bereits am 16. Dezember konnte die Samtgemeinde Fürstenau als Schulträger Richtfest feiern. Weiter ging es am 6. Februar mit den Rohbauinstallationen – Heizung, Sanitär, Elektro und Lüftung.

Insgesamt waren rund 20 Firmen aus der Region an dem Bauprojekt beteiligt. Die Gesamtkosten sind mit 890000 Euro veranschlagt und werden auch eingehalten.

Die neue Mensa hat eine Nutzfläche von insgesamt 360 Quadratmetern, der Speisesaal nimmt davon 165 Quadratmeter ein, die Küche 70 Quadratmeter.

0 Kommentare