Schuluniformen und giftige Spinnen Berger Schülerin lebt für ein Jahr in Australien

Von Sophie Rietbrock

Eine aufregende Zeit mit anderen Austauschschülern und neuen Freunden verbringt derzeit Sophie Rietbrock aus Dalvers in Australien (Mitte). Foto:Tanya TodtEine aufregende Zeit mit anderen Austauschschülern und neuen Freunden verbringt derzeit Sophie Rietbrock aus Dalvers in Australien (Mitte). Foto:Tanya Todt

Berge. Sophie Rietbrock, geboren am 19. März 2001 in Ankum und aufgewachsen im Berger Ortsteil Dalvers an der Neuen Beeke, verbringt ein Jahr in Australien. An dieser Stelle berichtet sie über die ersten Eindrücke von ihrer Reise.

Hier der erste Bericht der jungen Bergerin aus ihrem Gastland Australien: „Der Abschied am Düsseldorfer Flughafen fiel allen sehr schwer. Es flossen viele Tränen. Nach ein paar Diskussionen mit einem Beamten, ob meine Eltern dies auch erlaubt hätten, saß ich dann doch im Flugzeug nach Dubai. Dort nach einem sechs Stunden langen Flug angekommen, wurde ich von einer Reiseassistentin betreut und zu meinem nächsten Flug gebracht. Nach zehn Stunden kam ich schließlich endlich am Flughafen in Perth in Australien an. Da mir der Rotary-Club Bersenbrück Altkreis den Aufenthalt vermittelt hat, wurde ich nun vom dortigen Rotary-Club und meiner Gastmutter empfangen, die in Perth wohnt. Nachdem ich ausgeschlafen hatte, zeigte sie mir zuerst den Stadtteil, in dem ihre Familie lebt. Das war sehr schön. Zu Hause angekommen, fuhren wir zu dem in der Nähe liegendem Kings Park. Er war sehr gepflegt und wunderschön bepflanzt. Am besten war aber der Ausblick auf Perth und das Meer. Auch sonst habe ich bereits viel gesehen, zum Beispiel den derzeit windigen Cottersloe Beach und das schöne Fremantle, das auch als Hafenstadt für Perth dient.

Bei unterschiedlichen Gastfamilien untergebracht

Außerdem habe ich an einem Meeting von Rotary teilgenommen und mich vorgestellt. Danach holten wir eine weitere Austauschschülerin ab, die aus Belgien kommt. Ihr Name ist Eva. Mit ihr fuhr ich nach vier Tagen in Perth in unsere erste neue Heimat – Narrogin, eine Stadt im australischen Bundesstaat Western Australia, etwa 190 Kilometer von Perth entfernt. Nach einer zwei- bis dreistündigen Fahrt dort angekommen, packten wir unsere Sachen für etwas längere Zeit aus, denn hier werde ich erst einmal für einen Monat bleiben, danach geht es für je drei Monate in zwei andere Gastfamilien, die ich schon vorab kennengelernt habe. Die sind zum Glück mega nett. Ich freue mich schon jetzt auf eine schöne Zeit bei ihnen. Zwei Tage später war dann mein erster Schultag, und zwar in Uniform. Die ersten Tage waren etwas schwer, da ich halt die Neue war. Das hat sich aber schnell geändert. Ich habe wundervolle neue Freunde gefunden. Ich habe mich auch drum bemüht.

Ehrungen für besondere Leistungen in der Schule

Der Schulalltag ist hier sehr viel anders. Aber nicht nur wegen der Uniformen. Im Klassenverband sind wir nur die ersten zehn Minuten. Da werden kurz einige Sachen besprochen. Danach gibt es neben den Pflichtfächern viele Kurse, die die Schüler am Schulanfang wählen können. Es gibt zum Beispiel Fächer wie Fotografie und Theater. Die Kurse und Fächer kann man in verschiedenen Leveln belegen. Es kommt halt drauf an, wie gut du bist. Jeden Freitag gibt es statt der zehn Minuten im Klassenverband eine große Runde mit allen in der Turnhalle, wo von einem Rednerpult aus gesprochen wird. Dort werden dann auch Ehrungen vorgenommen für besondere Verdienste oder besondere Leistungen in der Schule, zum Beispiel wenn man viele A-Kurse belegt – als die mit den höchsten Levels. Bisher macht die Schule viel Spaß. Mal gucken, wie es in Australien weitergeht. Was ich aber jetzt schon weiß: Es wird ein hervorragendes Jahr mit vielen neuen Eindrücken. Dazu werden auch die Hinweise auf nicht ganz ungefährliche Tiere gehören. Einige habe ich bereits lebend gesehen, unter anderem den Redback-Spider und die Bull-Ants. Schlangen habe ich noch nicht entdeckt. Die halten noch Winterschlaf!“


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