Neues Licht und frische Farbe Fürstenauer Schlosskirche St. Katharina wird saniert

Von Jürgen Schwietert

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Fürstenau Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Fürstenau. Einige Monate müssen die katholischen Christen in Fürstenau auf den Besuch der Schlosskirche St. Katharina verzichten. Sie wird generalüberholt. Die Arbeiten laufen und sind im Zeitplan. Im Oktober soll alles fertig sein.

Einen Schwerpunkt der Arbeiten bildet die Erneuerung der Elektroinstallation. Ein interessantes und die Schönheit der Kirche betonendes Lichtkonzept, entwickelt von der Firma Silberstreif mit Sitz in Krefeld, wird in Zusammenarbeit mit Architekt Gregor Schröder und der Denkmalschutzbehörde in die Tat umgesetzt. Die neue Beleuchtungstechnik auf LED-Basis wird für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Kirchenschiffs sorgen. Die abgehängten Lampen gehören im Hauptschiff der Vergangenheit an. Das Licht scheint demnächst direkt aus der Decke zu kommen. „Die Leuchtkörper sieht man nicht“, so Pfarrer Hubert Schütte, der über den Stand der Arbeiten informierte.

Schönheit des Gewölbes betonen

Auch die Schönheit des Gewölbes und seine Ausmalung werden durch eine Lichtleiste auf dem Fries betont. Somit bekommt die Symbolik eine individuelle Wirkung. Nur im Seitenschiff muss weiterhin mit abgehängten Leuchtquellen gearbeitet werden. Das Gewölbe ist in seiner Art einmalig und auch ein Lehrbeispiel für Berufsschulklassen, die schon mehrfach die hier genutzte Technik in Augenschein genommen haben: Es ist abgehängt und wird vom Dachstuhl getragen. Bei starkem Wind oder Sturm schwingt der Dachstuhl – und somit auch das Gewölbe. Es haben sich Risse gebildet, die wieder verfüllt werden sollen. Weiterhin wird der Altar eine Hintergrundbeleuchtung erhalten, die ihn in einem Lichtfeld erscheinen lassen wird. Er sticht dann hervor und scheint im Raum zu schweben. Auch die Bildwerke in der Kirche sollen überarbeitet werden. Neben dem Altarraum wird auch der Eingangsbereich, in den der Taufbrunnen rücken soll, neu gestaltet. Unterhalb der Orgelempore wird auf die Aufstellung von Kirchenbänken verzichtet.

Gemeinde investiert 300000 Euro

Die oberhalb des Eingangsbereichs liegenden Fenster auf dem Orgelboden werden wieder geöffnet. Und auch die Orgel geht einmal durch den Jungbrunnen: Sie wird gereinigt, wo nötig instand gesetzt und neu gestimmt. Ebenfalls wird es eine Erleichterung für mobilitätseingeschränkte Personen geben: Die Seitentür erhält eine Automatikfunktion. Die Fläche vor den Türen wird neu gepflastert. Und auch der Zaun an der südlichen Seite ist abgängig und wird zurückgebaut. So wird der Eindruck einer offen Kirche auch nach außen transportiert. Die Arbeiten seinen im Zeitrahmen, so Pfarrer Hubert Schütte. Für die Sanierung nimmt die Gemeinde 300000 Euro in die Hand. 40 Prozent davon trägt das Bistum.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN