Lieder begleiten das Leben Treffen des Artländer Sängerbundes in Fürstenau

Von Jürgen Schwietert

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Fürstenau. Aufmerksam und nicht mit Beifall sparend verfolgten mehrere hundert Sänger aus den dem Artländer Sängerbund angeschlossenen Gesangvereinen die Beiträge der einzelnen Chöre. Bürgermeister Herbert Gans zollte dem Wirken der Sangesbrüder im Forum der Integrierten Gesamtschule Fürstenau eine hohe Anerkennung, denn ihre Auftritte seien der Kleister zum Zusammenhalt in froher Runde.

Von den Wiegenliedern bis in zur Bahre begleite Gesang entweder im Solo oder im Chor das ganze Leben. „Denken wir einmal, welch bittere und traurige Ruhe es wäre, würden die Vögel in Wald und Feld nicht singen. Unvorstellbar, aber einen Gedanken wert“, sagte Herbert Gans.

Auch Sänger aus Schale vertreten

Mit einem Platzkonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenau unter der Leitung von Gunnar Tetzlaff wurden die Sänger aus Ankum und Berge, Menslage und Löningen, Bersenbrück und Schale sowie aus Fürstenau und der Kinderchor der Grundschule Berge empfangen. Sodann dirigierte Moritz Lang die von etwa 200 Sängern gesungenen Gemeinschaftslieder, darunter den von Walter Schwertfeger komponierten Artländer Sängergruß aber auch „Lebe, Liebe, Lache“ und „Wir singen unsere Lieder“. Eine gemeinsame Kaffeetafel in der Mensa schloss sich an. Bei der folgenden Begrüßung im Forum hieß der Liedervater des MGV Harmonie Fürstenau, Wolfgang Skubsch, Sänger und Gäste willkommen. „Wir, die Sängerfamilie der Harmonie Fürstenau, freuen uns, dass so viele Musikfreunde nach Fürstenau gefunden haben“, betonte er. Er dankte allen, die zum Gelingen des Bundessängerfestes beigetragen haben.

Im Stadion und bei der Bundeswehr

Bürgermeister Herbert Gans ging auf das Singen im Fußballstadion, aber auch bei der Bundeswehr ein und brachte hierzu ein schönes Beispiel aus Fürstenau. In der entferntesten Ecke der Garnison sei geübt worden. Und wenn die Lieder dann saßen, ging es singend am Stabsgebäude, in dem der Kommandeur residierte, vorbei. Der Bürgermeister ging aber auch auf Gesang als Therapie, auf Gesang in den Seniorenheimen ein. Mit den Worten Ludwig Uhlands „Singe wem Gesang gegeben in den deutschen Dichterwald. Das ist Freude, das ist Leben, wenn´s von allen Zweigen schallt“ wünschte er ein gelingendes Bundessängerfest.

Auch nachdenkliche Klänge

Durch das weitere Programm führte Heinz Fischer. Der Reigen begann mit dem Kinderchor der Grundschule und dem MGV Berge. Thomas Brzakalik dirigierte „Ich wollte nie erwachsen sein“ (Rolf Zuckowski). Schöne, heitere, aber auch nachdenklich stimmende Lieder der beteiligten Männergesangvereine schlossen sich an. Es gab immer wieder starken Beifall.

60 Jahre im Chorwesen

Seit 60 Jahren sind Horst Hassink (MGV Einigkeit Schale), Hans-Jürgen Schneider (MGV Menslage), Heinrich Kahtenbrink (MGV Concordia Ankum) sowie Werner Mann, Bruno Richter und Herbert Tetzlaff (alle MGV Harmonie Fürstenau) dabei. Auf 40 Jahre blicken Ulrich Zander (MGV Bersenbrück) und Helmut Harbecke (MGV Berge) zurück. Ein Vierteljahrhundert dem Gesang im Chor verbunden sind Hartwig Freie, Helmut Jäger und Manfred Strohtmann (alle MGV Einigkeit Schale), Heinz Boskamp (Quakenbrücker Männerchor), Ludger Zahn (MGV Eintracht Löningen), Thomas Brzakalik, Georg Hengholt und Wilhelm Poppe (alle MGV Berge) sowie Werner Rolfes (MGV Harmonie Fürstenau).

Im Vorstand engagieren sich seit 25 Jahren Theo Thoben (Quakenbrücker Männerchor) und Thomas Brzakalik (MGV Berge). Zehn Jahre auf diesem Gebiet ist Rainer Kruse (MGV Eintracht Löningen) tätig.


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