Immer das passende Klima Besuch in den Gewächshäusern der Fürstenauer Gärtnerei Münch

Von Max Kusche


mxk Fürstenau. Die Fürstenauer Gärtnerei Münch kultiviert allerlei Pflanzen in insgesamt sechs Gewächshäusern. Schließlich beeinflussen die klimatischen Bedingungen den Anbau von Nutz- und Zierpflanzen am meisten.

Geschäftsführer Harald Münch erklärt gerne, warum er seine „künstlichen Klimamaschinen“ nicht missen möchte. Grundsätzlich seien sie dazu da, Pflanzen kontrolliert kultivieren zu können. Damit das auch gelingt, gibt es für die großen Glaskonstruktionen einige Tricks.

Eine Reihe von Faktoren spielen in Gewächshäusern eine Rolle: Vielen Pflanzen darf es nicht zu warm werden. Dazu lockt eine trockene, warme Luft Schädlinge und Pilze an. Ein von der Decke hängender Sensor sorgt deshalb vor. Bei der Überschreitung einer gewissen Temperatur öffnen sich Deckenfenster automatisch. Je nachdem, wie stark der Wind ist, wird das Gewächshaus dann mit einem Windzug durchlüftet. Dabei spiel auch die Windrichtung eine Rolle. Außerdem nimmt so auch eine eventuell zu hohe Luftfeuchtigkeit ab.

Bei zu hoher Sonneneinstrahlung schafft eine gewisse Schattier-Farbe Abhilfe. Damit bemalt Harald Münch die Gewächshauswand, die der starken Sonne im Sommer zugeneigt ist. Die durchscheinende Farbe lässt zwar immer noch genug Licht für die Pflanzen durch, schützt sie aber gleichzeitig vor zu viel des Guten.

In den kälteren Jahreszeiten sieht es dann ganz anders aus: Nun werden die Pflanzen beheizt. Dann sorgen Lüfter dafür, dass die aufsteigende Wärme wieder nach unten gelangt. So entsteht eine für die Pflanzen angenehme Luftzirkulation. Zusätzlich schützt eine Isolierung durch Luftpolster-Noppen-Folie die Häuser vor Wärmeverlust. Liegt mal viel Schnee auf dem Dach, kann auch die weiße Schicht isolierend wirken, allerdings besteht gleichzeitig die Gefahr, dass nicht genug Licht die dicke Schneeschicht durchdringt. Kehrt man den Schnee nicht vom Dach herunter, gibt es die Möglichkeit einer Zusatzbeleuchtung.

Bei all der Technik achtet Harald Münch in seinen Gewächshäusern besonders darauf, die Energie optimal auszunutzen. So finden sehr lichtbedürftige Pflanzen ihren Platz oben in Dachnähe. Auch die genannte Isolation durch Folie verhilft zu geringerem Heizaufwand. Zudem gibt es grundsätzlich keine freien Plätze in den sechs Häusern der Gärtnerei Münch. Jeder Quadratmeter wird für einen größtmöglichen Ertrag bei möglichst geringem Energieaufwand genutzt.

Auch wenn die Gewächshaustechnik die Arbeit des Gärtners auf so facettenreiche Weise unterstützt, bleibt immer noch einiges zu tun, wie Harald Münch betont. Jedes Gewächshaus will auch gewartet werden. Dazu zählt eine komplette Reinigung von innen und außen, das Ersetzen defekter Scheiben, Türen und Fenster und möglicherweise die Entleerung der Dachrinnen vom herbstlichen Blattfall. Außerdem sollte das ganze Gewächshaus auf Undichtigkeiten überprüft werden. Gleichzeitig finden ganzjährig die Ernte beziehungsweise der Verkauf von allerlei Pflanzen statt: Um den April herum sind beispielsweise Kohlrabi, Salat und Rettich an der Reihe. Danach wird der Platz in der warmen Jahreszeit nämlich für die Sommergemüse gebraucht.

So sind die Gärtner das das ganze Jahr über pausenlos beschäftigt, damit die Ernte auch ertragreich ist. Neben dem Anbau von exotischem Sommergemüse wie Auberginen, Paprika, Gurken und Tomaten in allen Farben und Formen lassen sich auch Blattgemüse finden, die übrigens im Winter kultiviert werden. Dazu kommen viele Zierpflanzen, Kräuter und, und, und. Sogar die Kübel-Überwinterung von Kundenpflanzen wird angeboten – beispielsweise von Olivenbäumen. Kurz um: Harald Münch geht die Arbeit nicht aus. Soll sie auch nicht. Schließlich hat er seinen „Traumjob“ gefunden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN