Viele Spekulationen Wann beginnen Bauarbeiten für Bordell in Fürstenau?


ja/nor Fürstenau. Wird das geplante Bordell im Gewerbegebiet in Fürstenau womöglich doch nicht gebaut? Entsprechende Spekulationen machen derzeit in der Stadt die Runde. Der Grund: Trotz passablen Wetters haben die Bauarbeiten entgegen der Ankündigung des Bauherrn noch nicht begonnen. Der hingegen sagt: „Es wird bald etwas passieren.“

Wie berichtet, ist auf einer Gesamtfläche von 4800 Quadratmetern an der Werner-von-Siemens-Straße eine 840 Quadratmeter große Halle mit zehn sogenannten „Indoor-Parkflächen“ sowie zehn Zimmern geplant. Darüber hinaus sind ein Film- und Fotostudio, ein Wellnessbereich sowie eine SB-Waschanlage geplant. Darüber hinaus möchte der Bauherr aus Neuenkirchen auf dem Grundstück ein Motel errichten, das vom restlichen Bereich des Grundstückes abgetrennt ist.

Änderungen eingefordert

Während für die Halle die Baugenehmigung bereits im Sommer 2016 vorlag, erhielt der Bauherr für das Motel erst Ende 2016 die Genehmigung vom Landkreis für dieses später – Anfang 2016 – nachgereichte Vorhaben. Unter anderem hatte die Behörde einige Veränderungen an den Bauplänen eingefordert.

Im Januar 2017 kündigte der Bauherr dann an, dass die Arbeiten für das umstrittene Bordell und das Motel starten würden, sobald dies die Witterung zulasse. Vom Baustart bis zur Fertigstellung werde es etwa sechs bis acht Monaten dauern.

Inzwischen ist der Monat April ins Fürstenauer Land gezogen, die Bauarbeiten haben aber noch nicht begonnen. Der Betreiber sei abgesprungen, der Bauherr werde nun das Grundstück wieder verkaufen, hieß es unter anderem in Fürstenau. Das dementierte der Bauherr nun auf Nachfrage. Er werde das Grundstück nicht verkaufen, es werde etwas passieren, so seine knappe Antwort.

So sehen die Pläne für das Bordell mit Motel in Fürstenau im Gewerbegebiet Utdrift aus. Trotz passablen Wetters haben die Bauarbeiten - wie ursprünglich angekündigt - noch nicht begonnen. (Foto: Torsten Albrecht/Grafik: Heiner Wittwer

„Wichtigeres zu tun“

Gleichwie: Wirklich zuverlässige Informationen hat auch die Stadt Fürstenau nicht. Wie Fachdienstleiterin Monika Kolosser erklärte, wisse sie auch nicht, wie der Stand der Dinge sei – abgesehen davon, dass die Baugenehmigungen vorlägen. Zum Bauherren habe sie keinen Kontakt. Sie habe lediglich gehört, dass er noch einen Betreiber suche.

Wirklich traurig darüber, dass der Bau noch begonnen hat, ist in der Verwaltung aber offenbar niemand. „Wir haben hier derzeit städtebaulich Wichtigeres zu tun“, erklärte Stadtdirektor Benno Trütken am Rande einer Ausschusssitzung.


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