Gesamtkonzept soll her 1912-Schule in Fürstenau sanierungsbedürftig

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Sie ist sanierungsbedürftig – die 1912-Schule – auch „Rote Schule“ genannt. Die Stadt will nun zunächst ein Gesamtkonzept erstellen, um anschließend gezielt vorgehen zu können. Foto: Jürgen SchwietertSie ist sanierungsbedürftig – die 1912-Schule – auch „Rote Schule“ genannt. Die Stadt will nun zunächst ein Gesamtkonzept erstellen, um anschließend gezielt vorgehen zu können. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Altehrwürdig ist die 1912-Schule in Fürstenau – und dringend sanierungsbedürftig. Statt aber von Fall zu Fall über Reparaturarbeiten zu entscheiden, soll nun ein Gesamtkonzept her. Ein entsprechender Antrag, den die CDU vorlegte, fand allgemein Anklang.

Wie berichtet, hat die Stadt Fürstenau im Haushalt unter dem Sachkonto für die „Unterhaltung der Grundstücke und baulichen Anlagen“ – speziell mit Blick auf die 1912-Schule – für 2017 rund 100000 Euro für Sanierungsarbeiten bereitgestellt. Nach der Erneuerung der Heizungsanlage 2016 ist nun unter anderem eine grundlegende Reparatur des Daches notwendig. Ursprünglich sollten für das Geld auch noch die Fenster der 1912-Schule ausgetauscht werden. Ob das aber noch klappt, muss sich zeigen, da die zunächst kalkulierten 50000 Euro für die Dachsanierung wohl nicht reichen werden.

Gebäude ganzheitlich betrachten

Die bisher vorgesehenen Arbeiten umfassen aber nur das Notwendigste. Unter anderem ist auch eine grundlegende energetische Sanierung des Gebäudes ebenso notwendig wie beispielsweise das Ausbessern der Fugen zwischen den Back- und Natursteinen. Aus diesem Grunde schlug Johannes Selker für die Gruppe CDU/FDP vor, das Thema grundsätzlich anzugehen, um zu einer „ganzheitlichen Betrachtung des Gebäudes“ zu kommen. Unter anderem auch mit Blick auf den Sanierungsstau sei es sinnvoll, ein Gesamtkonzept für die Sanierung der 1912-Schule zu entwickeln. So könne beispielsweise verhindert werden, dass ein teures Gerüst für die Sanierung des Daches auf- und dann wieder abgebaut werde, um vielleicht wenige Monate später erneut ein Gerüst für andere Sanierungsarbeiten zu errichten.

Gruppen woanders unterbringen?

Weiterhin wünscht sich die CDU als Ausgangspunkt ihres Antrages, dass die Stadt noch einmal vor dem Hintergrund sozialer und wirtschaftlicher Faktoren grundsätzlich ein Nutzungskonzept für die künftige räumliche Unterbringung der Institutionen aufstellt, die die 1912-Schule nutzen. Derzeit wird das Gebäude neben der städtischen Jugendpflege und der Jughendwerkstatt der Deula auch von Vereinen in Anspruch genommen. Gebe es eventuell für bestimmte Gruppen Möglichkeiten, sie woanders unterzubringen?, fragte Johannes Selker unter anderem.

Um die Kosten für die Sanierung nach Möglichkeit in einem überschaubaren Rahmen zu halten, soll die Stadt zudem prüfen, welche Fördertöpfe eventuell noch ausgeschöpft werden können. Hier wies Stadtdirektor Benno Trütken auf die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung“ hin – kurz „Zile“ genannt. Hier gibt es mit Wirkung vom 1. Januar 2017 eine neue Förderrichtlinie, von der die Stadt Fürstenau möglicherweise profitieren könnte. Der nächste Stichtag für Anträge sei im September, sodass noch 2017 mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Ortsbildprägender Charakter

Bei der Gruppe SPD/Grüne stieß der Antrag der Gruppe CDU/FDP auf Verständnis. Die Fraktion habe das Thema ebenfalls diskutiert, erklärte Matthias Wübbel. Die Sanierung der 1912-Schule sei ein wichtiges Thema. Das sah auch Herbert Kamphaus so. Er wies in der Einwohnerfragestunde unter anderem darauf hin, dass die 1912-Schule ortsbildprägenden Charakter für Fürstenau habe und deshalb unbedingt erhalten werden müsse.


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