Queen-Size-Bett auf vier Rädern Bastian Koberg aus Fürstenau vermietet Wohnmobile

Grenzenlos auf vier Rädern unterwegs zu sein bietet Bastian Koberg mit seiner Vermietstation in Fürstenau. Foto: Peter SelterGrenzenlos auf vier Rädern unterwegs zu sein bietet Bastian Koberg mit seiner Vermietstation in Fürstenau. Foto: Peter Selter

Fürstenau. Bastian Koberg hat sich in zehn Jahren einen Namen in der Szene der Wohnmobilisten erarbeitet. Gut 30 Wohnmobile stehen heute auf dem Gelände seiner Firma am Robert-Bosch-Ring in Fürstenau für seine Mietkunden bereit. Damit dürfte seine Station zu den größten Vermietstationen von Wohnmobilen in der Region zählen.

Irgendwie geht es bei Bastian Koberg seit seiner Kindheit immer um vierrädrige Fahrzeuge. Eine aktive Zeit auf dem Go-Kart hat er hinter sich, Autorennen im Rahmenprogramm der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft ist er gefahren und jetzt vermietet er mit viel Spaß an der Sache Reisemobile für vier bis sechs Personen. Bei einem Autorennen sei es übrigens auch gewesen, wo ihm zusammen mit seinen Eltern, die ihn damals begleiteten, die Idee für sein Geschäft eingefallen sei. Anstelle sich eines der heiß begehrten Hotelzimmer am Rennort zu suchen, hätten sie sich ein Wohnmobil gemietet und sich auf den Weg zum Rennen gemacht. Unterwegs sei ihnen aufgefallen, dass sehr viele Wohnmobile unterwegs waren. Mit dem Satz: „Die können doch nicht alle gekauft sein“ habe alles angefangen, erinnert sich Bastian Koberg. Kurz danach ging es los. Zwei Wohnmobile wurden angeschafft und Bastian Koberg startete 2007 die Vermietung vom elterlichen Firmengelände aus. Die Firma Basko-Wohnmobilvermietung ging in Betrieb. Schon bald hatte sich herumgesprochen, dass es bei ihn gute Reisemobile zum fairen Preis gibt.

Führerschein der Klasse B

Heute zählen mehr als 30 Fahrzeuge verschiedener Größenklassen zu seinem Fuhrpark, der sich ständig wieder verändert. Allesamt sind es Fahrzeuge bis zu einer Gesamtmasse von 3,5 Tonnen, sodass jeder sie mit dem Führerschein der Klasse B fahren darf. Die Ausstattungen der Fahrzeuge variieren. Angefangen bei der Auswahl des Schlafkonzeptes, vom Queen-Size-Bett bis hin zu verschiebbaren Einzelbetten, einer Fernseh- und Sat-Anlage, einer Rückfahrkamera oder separaten Klimaanlage für den Aufbaubereich sind verschiedene Optionen buchbar.

Gute und schlechte Erfahrungen

Auch in diesem Geschäft gibt es positive und weniger schöne Erfahrungen. Schön sei es, einfach zu sehen, wie Familien, die oft Stammkunden seien, „mitwachsen“ würden. Manchmal gebe es auch Probleme mit den Mietkunden. Einmal wurde ein Reisemobil unterschlagen und im Internet wieder zum Verkauf angeboten. Sein Fahrzeug habe er dann in Dänemark zurückbekommen, vom Täter fehle bis heute jede Spur. Und da waren noch die Handwerker, die während ihrer Montage in der Region ein Wohnmobil von ihm gemietet hätten und die einzigartige Idee hatten, den großen Stauraum des Leihfahrzeugs tagelang zum Bauschutttransport zu nutzen. Aber auch der Schaden sei behoben worden. Und natürlich die „Klassiker“ würden leider auch nicht fehlen: Das Betanken des Wassertanks des Mobils mit Diesel-Kraftstoff. Das passiere leider immer wieder einmal. Dann sei ohne Frage ein Austausch der Behältnisse erforderlich. „Der Kraftstoff verschmutzt den Tank derart, dass er für Trinkwasser nicht mehr geeignet sei“, so Koberg.

Maximal zwei Saisons

Je nach Jahreszeit wächst die Zahl der Fahrzeuge seiner Firma auf bis zu 40 an. Dann dürfte sein Betrieb wohl zu den größten Verleihstationen in der Region zählen. Das die Kunden immer ein neuwertiges Fahrzeug bekommen würden, stelle bereits der grundsätzliche Ablauf in Betrieb sicher, denn jedes neue Fahrzeug bei ihm laufe maximal zwei Saisons. Dann verkaufe er es wieder.


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