Beratung über B-Plan „Motorsportanlage“ Keine negativen Auswirkungen durch Motorsport im Fürsten Forest

Damit der Motorsportbetrieb im Fürsten Forest langfristig weitergehen kann, muss die er durch einen Bebauungsplan abgesichert werden. Foto: Fürsten ForestDamit der Motorsportbetrieb im Fürsten Forest langfristig weitergehen kann, muss die er durch einen Bebauungsplan abgesichert werden. Foto: Fürsten Forest

Fürstenau. Durch den Betrieb im Motorsportpark im Fürsten Forest entsteht für Anwohner keine unzumutbare Lärmbelästigung, die die gesetzlichen Richtwerte überschreiten. Das ist das Ergebnis der schalltechnischen Untersuchung, mit dem sich der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Fürstenau in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschäftigt hat.

Wie bereits berichtet, soll der Betrieb im Motorsportpark auf dem ehemaligen Kasernengelände mit einem rechtsgültigen Bebauungsplan langfristig abgesichert werden, da die befristete Genehmigung durch den Landkreis nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) im Mai 2017 ausläuft. Es gehe bei der Aufstellung des Bebauungsplanes um die „baurechtliche Absicherung des Bestehenden“, betonte Thomas Wagener von Verwaltung, „nicht mehr und nicht weniger“.

Demnach umfasst der Bebauungsplan eine Fläche von 166,8 Hektar, auf denen die Besucher des Ferien- und Freizeitparks mit Quads, Panzern und anderen Gefährten umherfahren. Genau da setzte die Kritik von Claudia Funke (Bündnis 90/Die Grünen) an, denn in der ursprünglichen Flächennutzungsplanung war eine weitaus kleinere Fläche für die motorsportliche Nutzung vorgesehen. Wie berichtet, hat der Parkbetreiber aus den Niederlanden mittlerweile aus wirtschaftlichen Erwägungen von den Golfplatz-Planungen Abstand genommen.

„Das ist bislang Europas größter Offroad-Park. Soll es auch noch der größte der Welt werden?“, fragte Funke. Sie kritisierte, dass der Offroadbereich bis an die Naturräume heranreichen. Auch die angedachten Ferienhäuser würden in die Naturräume hereinrücken. Thomas Wagener entgegnete, dass immer noch genüg Platz für die benötigten Ferienhäuser vorhanden sei.

Matthias Wübbel (SPD) fragte, wie Biotope geschützt werden sollen und wie kontrolliert werde, dass für den Motorsport gesperrte Wege nicht befahren werden. Er forderte, entsprechende Sicherungsmaßnahmen im Bebauungsplan festzuschreiben. Planer Norbert Reimann vom Büro Hahm aus Osnabrück entgegnete, dass man nicht alles in einem Bebauungsplan regeln könne. Das müsse im Genehmigungsverfahren passieren.

Als Ergebnisse des Brutvogel- und Faunamonitorings erklärte Reimann, dass es durch die motorsportliche Nutzung keine erhöhte Störanfälligkeit und Tötungsgefahr für Vögel gebe. Dass der Ziegenmelker und die Kreuzkröte abgewandert seien, habe andere Ursachen.

Mehrheitlich empfahl der Ausschuss dem Stadtrat, der am Dienstag um 18.30 Uhr tagt, den Abwägungsvorschlägen zuzustimmen und den Entwurf des Bebauungsplanes Nr 63. „Motorsportanlage“ als Satzung zu beschließen.


0 Kommentare