Ratsitzung in Bippen Endgültig grünes Licht für Windpark „Ohrtermersch“

Von Liesel Hoevermann

Der Gemeinderat Bippen hat einstimmig den Bebauungsplan Nr. 29 für den Windpark „Ohrtermersch-Grafeld (Teilbereich Süd)“ beschlossen. Symbolfoto: Michael GründelDer Gemeinderat Bippen hat einstimmig den Bebauungsplan Nr. 29 für den Windpark „Ohrtermersch-Grafeld (Teilbereich Süd)“ beschlossen. Symbolfoto: Michael Gründel

Bippen. Der Gemeinderat Bippen hat einstimmig den Bebauungsplan Nr. 29 für den Windpark „Ohrtermersch-Grafeld (Teilbereich Süd)“ beschlossen.

Matthias Desmarowitz vom Ingenieurplanungsbüro Wallenhorst (IPW) erläuterte ein weiteres Mal die Gesamtabwägung des Projektes, in das die Stellungnahmen und Einwände nach der letzten öffentlichen Bekanntmachung im September und Oktober eingeflossen waren. Sowohl Anlieger wie auch das Umweltforum Osnabrücker Land hatten erhebliche Bedenken im Avifauna-Bereich geäußert. Mit Ausgleichflächen und potentiellen Abschaltzeiten für kollisionsgefährdete Vogelarten könne dies ausgeglichen werden, lautete das gutachterliche Fazit.

Auch für die denkmalgeschützten Gebäude im nahen Umfeld der geplanten Anlagen bestünde keine erhebliche Beeinträchtigung, wurde ein weiterer Einspruch abgewiesen. Landschaftsarchitekt Andreas Schierke vom Büro Kortemeier Brokmann erklärte den Ratsmitgliedern in seinem Umweltbericht ebenfalls, dass die Einwendungen von Umweltforum und Anwohnern nicht ausreichend wären.

In die abschließenden Unterlagen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan gehören Umwelt- und Artenschutzberichte, Entwurfs-, Vorhabens- und Erschließungspläne, Schallimmissionsermittlung, Schattenwurfprognose und Einzelfallprüfung zur optischen Bedrängung, jeweils mit Anlagen – also ziemlich viel Papier.

Im Windpark „Ohrtermersch-Grafeld“ können nach dem Beschluss der Ratsmitglieder jetzt wie geplant auf einer Fläche von 44,38 Hektar sechs Windenergieanlagen vom Typ Senvion 3.2M122 gebaut werden. Die Gesamthöhe jeder Anlage beträgt 200 Meter, die Nabenhöhe liegt bei 139 Metern, der Rotordurchmesser bei 122 Metern.

In dem als Sondergebiet ausgewiesenen Windpark soll neben der Windenergienutzung auch Landwirtschaft weiterhin möglich sein. Im vorhandenen Straßennetz werden zudem Verbindungswege zu den Windanlagen gebaut.