Vorbereitungen haben begonnen Innenstadtsanierung wichtigstes Thema in Fürstenau

Noch sehenswerter und attraktiver soll die Fürstenauer Innenstadt werden. 3,9 Millionen stehen dafür in den nächsten Jahren bereit. Archivfoto: Jürgen SchwietertNoch sehenswerter und attraktiver soll die Fürstenauer Innenstadt werden. 3,9 Millionen stehen dafür in den nächsten Jahren bereit. Archivfoto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Es ist das derzeit wichtigste wirtschaftliche und politische Thema in Fürstenau: Wie geht es mit der Entwicklung der Innenstadt weiter? Die Fördergelder sind zugesagt. Nun geht es darum, die Euros möglichst effektiv einzusetzen.

Viele Gespräche in der Stadt sind vom Innenstadtthema direkt oder indirekt bestimmt – so auch das bei der Firma Haverkamp am Robert-Bosch-Ring. Dort war in dieser Woche der Ausschuss für Wirtschaftsförderung zu Gast, um sich über den Betrieb zu informieren. Nach einem Rundgang blieb noch Zeit, sich auszutauschen. Nach wenigen Minuten ging es um das Thema – genau – Innenstadt. Wie kann die Besucherfrequenz trotz der Märkte an der B214 erhöht werden? Wie gelingt es, Historie und Moderne zu verbinden? Würde eine Fußgängerzone Sinn machen? Wenn ja, in welcher Form?

Sanierung alter Bausubstanz

Firmeninhaber Bernhard Haverkamp, der auch ein Geschäft in der Innenstadt betreibt, war sofort bei der Sache und bot an, sich gerne in die Pflicht nehmen zu lassen, wenn es darum gehe, an dem Projekt mitzuarbeiten. Auch fürs Querdenken sei er zu haben, denn auch das sei bisweilen zum Wohle der Stadt notwendig.

Trotz der vielen Fragen waren sich die Teilnehmer des Gespräches doch in einem Punkt einig. Es ist gut, dass es nun eine „sichtbare Perspektive“ gibt, wie es Ausschussmitglied Matthias Wübbel formulierte. Und diese Perspektive sieht so aus: Insgesamt steht über ein Städtebauförderprogramm eine Summe von 3,9 Millionen Euro bereit , von der die Kommune gegenwärtig einen Anteil von 20 Prozent beisteuern muss. Über einen Zeitraum von neun Jahren kann die Stadt nun dieses Geld einsetzen, um zum Beispiel die Aufenthaltsqualität für Senioren und Familien in der Innenstadt zu verbessern. Auch die Sanierung alter Bausubstanz oder die barrierefreie Gestaltung des Stadtkerns werden Themen sein. Und vielleicht ist es sogar möglich, wieder einen Nahversorgungsmarkt in die Innenstadt zu holen, wie es der Planer Matthias Desmarotwitz im vergangenen November vorgeschlagen hat.

Weitere Fördertöpfe anzapfen

Die Fläche, die in das Förderprojekt einbezogen worden ist, beträgt rund neun Hektar und umfasst damit tatsächlich nur den Kern der Innenstadt. Wie dort nun was umgesetzt wird, bedarf in der nächsten Zeit der Klärung. Wie Monika Kolosser nach dem Firmenbesuch im Sitzungssaal des Schlosses erklärte, ist die notwendige Sanierungssatzung bereits im Amtsblatt veröffentlicht worden und damit rechtskräftig. Auch werde derzeit eine Ausschreibung vorbereitet, um ein Büro zu finden, das den Sanierungs- und Gestaltungsprozess fachlich begleitet. Weiterhin müsse die Stadt Modernisierungsrichtlinien für die Sanierung und den Erhalt von Gebäuden im Stadtkern erarbeiten. Auch versuche die Kommune derzeit, mit Blick auf die energetische Sanierung weitere Fördertöpfe anzuzapfen. Schließlich gehe es um die Frage, ob ein Sanierungsbeirat alle Vorhaben begleite und Vorschläge einbringe, so Monika Kolosser.

Kurzum: Viel Arbeit liegt auf dem Weg zu einer erneuerten Innenstadt noch vor den Fürstenauern. Dass die sich lohnt, haben Projekte im Rahmen des Förderprojektes „Zukunftsfonds Ortskernentwicklung“ des Landkreises gezeigt hat. Dazu gehörte beispielsweise die Sanierung des Stadtmobiliars oder die Neugestaltung des Platzes am Haus „Rübezahl“, wie Thomas Wagener von der Verwaltung berichtete. Sein Fazit: Auch mit kleinen Mitteln lässt sich etwas bewegen. Was noch folgen soll, ist der Ausbau des Online-Angebotes einschließlich eines offenen WLan im Stadtkern.


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