Einladung aus Borgsdorf Fürstenau: Feuerwehr feiert 25 Jahre Partnerschaft

Von Jürgen Schwietert


Fürstenau. Herzlich war es und freundschaftlich: 26 Jahre nach der Wiedervereinigung feierten die Feuerwehrleute aus Borgsdorf im nördlichen Berliner Umland und Fürstenau 25 Jahre gelebte Partnerschaft.

Drei Tage lang feierten die Partner das Jubiläum, verbunden mit den Feierlichkeiten zum 112-jährigen Bestehen des Löschzugs Borgsdorf der Freiwilligen Feuerwehr Hohen Neuendorf. Mit dabei war die Brandweer aus Ruurlo mit ihrem Kommandanten Bert Stegemann, die mit der halben Besetzung angereist war. Die andere Hälfte stellte den Brandschutz in Ruurlo im Achterhook sicher. Bereits am ersten Abend feierten die Blauröcke kräftig, Alte Freundschaften lebten auf, neue Freundschaften begründet. Nach gelungenem Abend stand am anderen Morgen die Erkundung Borgsdorfs auf dem Programm. In drei Gruppen machten sich die Gäste auf den Weg, um unter anderem das Denkmal für das Nelkendorf ebenso in Augenschein zu nehmen wie den Fürstenauer Platz und die Revierförsterei. Hier hießen zwei Parforcehornbläser ihre Gäste willkommen. Weiter führte der Weg zum alten Depot (Feuerwehrhaus) am Hafen an einem Havelarm.

Fester Bestandteil des Feuerwehrlebens

Am Abend stand dann im Feuerwehrhaus der Festakt zu den Jubiläen auf dem Programm. Zugführer André Weil hieß zahlreiche Gäste willkommen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ariane Fäscher ging in ihrem Grußwort auf 112 Jahre freiwillige Feuerwehr ebenso ein wie auf die Partnerschaft mit Fürstenau. Die Freundschaft mit den Fürstenauern helfe, Vorurteile zwischen Ost und West abzubauen. Sie dankte weiterhin dem Organisationsteam für das tolle Programm.

Dann ergriff Peter Schuldes, Chronist der Feuerwehr Borgsdorf, das Wort. Er erinnerte an die Gründung vor 112 Jahren am 24. Oktober 1904 durch zehn Borgsdorfer. Der Vorsitzender sei damals der Gärtnermeister Curt Moll gewesen, Brandmeister der Käsefabrikant Hollbruch. Spritzenhaus und Steigerturm seien gebaut worden, 1906 eine Handdruckspritze und 1908 ein Wasserwagen angeschafft worden. Der Wiederaufbau der Feuerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg habe sich dann schwierig gestaltet. Aus Fragmenten ehemaliger Löschfahrzeuge seien einsatztaugliche Gefährte gebaut worden, so Peter Schuldes, der auch auf die Partnerschaft mit Fürstenaus einging. „Wenn man über die Geschichte der Feuerwehr Borgsdorf spricht, kommt man um die Partnerschaft mit der Feuerwehr Fürstenau nicht vorbei. Seit 1991 ist diese Partnerschaft ein fester Bestandteil des Feuerwehrlebens“, so Peter Schuldes. Sie spiegele sich in den jährlichen Kameradschaftstreffen, Weihnachtsfeiern und Pfingsttreffen der Jugendfeuerwehren wider. Von der Feuerwehr Fürstenau habe Borgsdorf 1992 am Tag der Deutschen Einheit ein Tanklöschfahrzeug erhalten. Heute stehe es zusammen mit weiteren drei Borgsdorfer Fahrzeugen beim Feuerwehr-Oldtimer-Club Fürstenau“, so Peter Schuldes.

Viele Gratulanten

Zu den Gratulanten unter vielen anderen gehörten auch Fürstenaus Ortsbrandmeister Gunnar Tetzlaff und Kommandant Bert Stegemann aus Ruurlo. Sie gingen auf die gelebte Freundschaft mit gegenseitigen Besuchen ein. „Ohne unsere Fürstenauer Freunde hätten wir die Feuerwehr Borgsdorf nie kennengelernt und diese schöne Freundschaft nicht schließen können“, betonte Bert Stegeman. Allgemein wurde bedauert, dass nur die Feuerwehren die Partnerschaften aufrecht erhielten.

Am Samstag ging es mit einer Bootstour auf der Havel sowie dem Feuerball der Gemeinde Hohen Neuendorf mit den Feuerwehren aus Hohen Neuendorf, Bergfelde und Borgsdorf weiter. Die Fürstenauer marschieren mit ein; die Ruurloer mussten bereits am Tag zuvor abreisen.

Das Wochenende, das alle Teilnehmer als überaus gelungen empfanden, endete am Sonntagvormittag im Bewusstsein, sich schon bald wiederzutreffen.


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