Lokale Wirtschaft Praxis für systemische Beratung und Therapie in Grafeld

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Nicht nur bei Fotomotiven ist Carmen Körber-Triphaus aus Grafeld einfallsreich. Auch in ihrer täglichen systemischen Arbeit gilt es, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen und Ideen zu entwickeln. Gespräche auf der Couch gehören allerdings höchst selten dazu. Foto: Peter SelterNicht nur bei Fotomotiven ist Carmen Körber-Triphaus aus Grafeld einfallsreich. Auch in ihrer täglichen systemischen Arbeit gilt es, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen und Ideen zu entwickeln. Gespräche auf der Couch gehören allerdings höchst selten dazu. Foto: Peter Selter

Berge. Carmen Körber-Triphaus ist mit ihrer Praxis für systemische Beratung und Therapie seit gut zweieinhalb Jahren von Grafeld aus für verschiedene Organisationen tätig. Sie liebt ihren Beruf. Viele Schulen und Unternehmen schätzen sie.

Veränderungen, Herausforderungen und Probleme meistern – Carmen Körber-Triphaus arbeitet immer dann mit Menschen, wenn es Probleme gibt oder wenn es gilt, präventiv zu arbeiten. Ziel ist es dann, den einzelnen Personen zu mehr Selbstwahrnehmung und Stärke zu verhelfen. „Wir neigen oft dazu, Lösungen auch für andere zu präsentieren“, erklärt sie. Dabei sei aber jede einzelne Person selbst der absolute Experte für die eigenen Probleme, so die diplomierte Sozialarbeiterin und Erzieherin.

Aufgewachsen im Rheinland, hat sie bereits einige berufliche Stationen hinter sich. Ein Kinderheim gehörte ebenso dazu wie ihre Tätigkeit bei Jugendämtern und in der Beratungs- und Konzeptarbeit für Organisationen. Zu ihrem Kundenkreis zählen Schulen, Kindergärten und Unternehmen. „Systemisch“ zu arbeiten ist die Grundlage ihres Konzepts. Immer nach dem Grundsatz. „Wenn ich meine eigene Sichtweise verstehe, kann ich einen anderen Blick auf die Situation bekommen und selbst agieren.“

Die Theorie: Der systemische Ansatz geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch aufgrund seiner Entwicklung eine eigene Wahrnehmung von der Welt und somit auch ein eigenes Problem- und Leidensempfinden. Aus diesem Grund könne es nur Lösungen geben, welche auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten sind. Dann seien nachhaltige positive Veränderungen drin, so die ausgebildete systemische Beraterin und Therapeutin.

Die Praxis: Die systemische Arbeit sieht so aus, dass im persönlichen Gespräch sämtliche Akteure und Kontakte rund um eine Person in den Blick genommen werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen gehören natürlich die Eltern, Geschwister, aber auch die Großeltern, je nach Situation auch Stiefpapa und Stiefmama, dazu, berichtet sie. Oft sind es Bilder und Spiele, mit denen Carmen Körber-Triphaus den Kontakt zu Gesprächspartnern aufnimmt.

So ist sie beispielsweise an einer Schule in der Region, an der Schüler aus acht Nationen unterrichtet werden, aktiv und bietet ein „Prophylaktisches Antigewalttraining“ an. Da gilt es, mit den einzelnen Schülern in Kontakt zu sein und eine Beziehung aufzubauen. Das kann praktisch auch so aussehen, dass die Schüler untereinander und zusammen mit ihr Bewegungsübungen machen, um Beziehungsmuster zu verstehen und ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen.

Seit vier Jahren lebt Carmen Körber-Triphaus in Grafeld. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Selma ist sie seinerzeit in das „Drei-Generationen-Haus“ ihres Mannes Stefan eingezogen. In Grafeld sei sie mit offenen Armen willkommen geheißen und aufgenommen worden. „Die Menschen hier vor Ort wissen umeinander“, betont sie. Das sei für sie zwar erst neu gewesen, mittlerweile gehört das gute Miteinander der Menschen in Grafeld aber zu ihrem „System“.

Ihre Arbeit übt sie „aufsuchend“ aus. Sie packt dann die notwendigen Arbeitsmaterialien in ihren Kombi und fährt zu den Kunden in den Landkreisen Emsland und Osnabrück.


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