Städtebauförderung 3,9 Millionen Euro für die Fürstenauer Innenstadt

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Es hat geklappt: Fürstenau ist in das Städtebauförderprogramm aufgenommen worden. Darüber freuen sich die Mitglieder des Rates, der Verwaltung sowie Stadtdirektor Benno Trütken und Bürgermeister Herbert Gans. Mit von der Partie waren gestern auch die Bundestagsabgeordneten André Berghegger (Sechster von links) und Rainer Spiering (rechts) sowie der Überbringer der Botschaft Franz-Josef Sickelmann (Neunter von links). Foto: Jürgen AckmannEs hat geklappt: Fürstenau ist in das Städtebauförderprogramm aufgenommen worden. Darüber freuen sich die Mitglieder des Rates, der Verwaltung sowie Stadtdirektor Benno Trütken und Bürgermeister Herbert Gans. Mit von der Partie waren gestern auch die Bundestagsabgeordneten André Berghegger (Sechster von links) und Rainer Spiering (rechts) sowie der Überbringer der Botschaft Franz-Josef Sickelmann (Neunter von links). Foto: Jürgen Ackmann

Fürstenau. Die Freude ist groß: Die Stadt Fürstenau erhält für die Aufwertung ihrer Innenstadt in diesem Jahr 800000 Euro. Insgesamt könnten in den nächsten neun Jahren 3,9 Millionen Euro fließen. Von dieser Summe muss die Kommune zunächst einen Anteil von 20 Prozent beisteuern.

Am Dienstag war der Landesbeauftragte Franz-Josef Sickelmann vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg im Schloss zu Gast, um den Bescheid über die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm offiziell an Bürgermeister Herbert Gans und Stadtdirektor Benno Trütken zu überreichen und um zu verkünden, dass für das Haushaltsjahr 2016 die ersten 800000 Euro fließen – Geld, das zu gleichen Teilen aus Bundes- und Landesmitteln stammt.

Benno Trütken und auch Herbert Gans hatten vorab deutlich gemacht, dass die Stadt Fürstenau das Geld sehr gut gebrauchen könne, um die Innenstadt attraktiv und zeitgemäß zu gestalten. Der Stadtdirektor wies zudem darauf hin, dass die Händler in den deutschen Innenstädten heute nicht nur mit der Konkurrenz auf der grünen Wiese zu kämpfen hätten, sondern auch mit dem rasch wachsenden Internethandel. Sei früher der Gang in die Innenstadt selbstverständlich gewesen, so sei das heute nicht mehr der Fall. Inzwischen müsse die Innenstadt im Vergleich zu anderen Angeboten und Einkaufsmöglichkeiten einen Mehrwert bieten.

Aufenthaltsqualität verbessern

Die Kommune könne das allerdings nicht alleine bewerkstelligen. Sie könne aber sehr wohl mit den bewilligten Geldern einen Beitrag leisten, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Dazu gehöre unter anderen die möglichst barrierefreie Gestaltung der Straßen und Wege, dazu gehöre die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Senioren und Familien, dazu gehöre der freie Zugang zum Internet in der Innenstadt.

Franz-Josef Sickelmann wiederum betonte, dass Fürstenau über eine der schönsten Altstädte in der Weser-Ems-Region verfüge. Sie zu erhalten und aufzuwerten sei eine ebenso wichtige wie lohnenswerte Aufgabe. Im Gegensatz zu anderen kleineren Städte sei die Bausubstanz insgesamt noch gut. Gleichwohl sei nicht zu übersehen, dass die Innenstadt einen stagnierenden Eindruck mache. Auch deshalb komme das Programm zur rechten Zeit, erklärte Franz-Josef Sickelmann, der selbst in Fürstenau aufgewachsen ist und heute in Oldenburg lebt.

Initialzündung für die Innenstadt

Der Landesbeauftragte wies zudem darauf hin, dass die Stadt derzeit nur einen Anteil von 20 Prozent beisteuern müsse, dies sei mit Rücksicht auf die finanzielle Situation geschehen. Normalerweise würde ein Drittel fällig.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete André Berghegger freute sich ebenfalls, dass mit Fürstenau auch eine finanzschwächere Kommune zum Zuge gekommen sei. Möglicherweise löse das Förderprogramm eine Initialzündung für die Innenstadt aus.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering betonte, dass das Geld in Fürstenau sehr gut angelegt sei. Derzeit gebe es einen Trend zur Reurbanisierung, der zulasten des ländlichen Raumes gehe. Zwar sei die Region davon aktuell kaum betroffen, gleichwohl gelte es, zu reagieren.

Bereits in der nächsten Woche beginnen nun die Vorbereitungen für die Umsetzung des Programms. Unter anderem müssen die Ratsgremien eine Modernisierungssatzung erlassen. Auch bedarf es eines Sanierungsträgers, der die Vorhaben begleitet. Überdies muss die Stadt überlegen, ob sie einen Beirat gründet.


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