Umbaustart Ende Juli Martin Wüst wartet auf Baugenehmigung für „Alte Heimat“ in Berge

Von Christoph Schillingmann

Den Gasthof Bischoff in Berge möchte Martin Wüst Ende Juli/Anfang August zur „Alten Heimat“ umbauen. Foto: Christoph SchillingmannDen Gasthof Bischoff in Berge möchte Martin Wüst Ende Juli/Anfang August zur „Alten Heimat“ umbauen. Foto: Christoph Schillingmann

Berge. Stück für Stück gehen die vorbereiteten Arbeiten für den Umbau am Gasthof Bischoff in Berge voran. In dem Gebäude an der Antener Straße soll die „Alte Heimat“ mit Bäckerei, Café, Restaurant, Kneipe und Hotelzimmer entstehen. Allerdings wartet Martin Wüst immer noch auf die Baugenehmigung vom Landkreis Osnabrück.

„Wir haben immer noch keine Baugenehmigung“, sagte Wüst. „Aber ich hoffe, dass sie in dieser Woche kommt.“ Fest steht hingegen, wann die Gastwirtschaft das letzte Mal geöffnet haben wird. „Ab Montag ist die Kneipe geschlossen. Wir wollen sie anschließend ausräumen, um den Umbau weiter vorzubereiten“, sagte der 48-Jährige, der nebenan an der Antener Straße aufgewachsen ist und dementsprechend viele Kindheitserinnerung daran hat. (Weiterlesen: Neu in Berge: Gastronomieprojekt die „Alte Heimat“)

Förderung erhalten

Unterstützung bei dem Gastronomieprojekt, das für Wüst eine Angelegenheit des Herzens ist, hat er vom Land Niedersachsen erhalten. Insgesamt 137.330,47 Euro bekommt Wüst für den Umbau und die Sanierung der alten Gaststätte. „Das müssen wir aber noch versteuern, dann bleiben uns etwa 80.000 Euro“, sagte der Gastronom. Sein Projekt ist eines von 44 im Landkreis Osnabrück, die vom Land mit insgesamt 5,68 Millionen Euro gefördert werden .

Öffentliche Ausschreibung

„Dass wir die Förderung erhalten haben, hat mich riesig gefreut“, sagte Wüst. Das habe zur Folge gehabt, dass er eine öffentliche Ausschreibung habe machen müssen. „Die läuft jetzt noch 54 Tage, sodass wir hoffentlich Ende Juli oder Anfang August mit dem Umbau starten können.“ Dieser soll nach Angaben von Wüst insgesamt 400.000 Euro kosten. (Weiterlesen: „Alte Heimat“ in Berge: Teileröffnung im Herbst)

Kegelbahn abgerissen

Was ist bisher passiert? In einem ersten Schritt hatte Wüst das weitgehend marode Gebäude entrümpelt. Bereits seit April abgerissen ist auch die an das Gebäude angegliederte Kegelbahn. Der Abriss des maroden Gebäudeteils war Wüst zufolge aus Sicherheitsgründen notwendig.

Bäckerei und Café eröffnen am Herbstmarkt

Wie geht es weiter? Als erstes sollen im rechten Gebäudeteil die Bäckerei und das Café zum Berger Herbstmarkt 2016 eröffnen. Dann könnten auch Gäste im ersten Stock übernachten. Zum Winter hin soll im linken Gebäudeteil die Kneipe mit Restaurant den Betrieb aufnehmen. Bis dahin wird sich auch optisch eine Menge getan haben. Im Erdgeschoss sind rundherum bodentiefe Fenster vorgesehen. Dort, wo sich bisher die Kegelbahn befand, wird eine Terrasse entstehen. Auch ein neues Dach bekommt das Gebäude.

Vor etwa einem Jahr gekauft

Vor etwa einem Jahr, im August 2015, hatte Wüst das Gebäude von Anne Wissmann – frühere Betreiberin und geborene Bischoff – gekauft. Das Alte-Heimat-Projekt möchte er zusammen mit seiner Familie stemmen.