Jährliche Samtgemeindeübung Feuerwehrübung: Vermisste Personen bei Großbrand in Grafeld

Von Jürgen Schwietert


Grafeld. In allen Ortsteilen der Samtgemeinde Fürstenau gellten am Donnerstagabend gegen 18.25 Uhr die Sirenen. Die Feuerwehrleute wurden zu einem Brand auf den Hof Stolte-Greskamp in Grafeld gerufen. Glücklicherweise stand der landwirtschaftliche Betrieb nicht in Flammen. Es handelte sich um die jährliche Samtgemeindeübung – diesmal nach der Regie des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr Grafeld.

Folgendes Szenario wurde vorgegeben: Es brennt die mit Holzhackschnitzeln betriebene Heizungsanlage. In der angrenzenden Maschinenhalle werden drei Personen vermisst. Andreas Triphaus, Ortsbrandmeister Grafeld, zugleich Übungs- und Einsatzleiter, und sein Team wiesen die nach und nach anrückenden Feuerwehren in ihre Aufgabenbereiche ein.

Zügig rüsteten sich die Grafelder Blauröcke mit schwerem Atemschutz aus und begannen mit der Suche nach den vermissten Personen. Der erste Trupp wurde schnell fündig. Er rettete die vermissten Personen und übergab sie den Ersthelfern von der Schnelleinsatztruppe (SEG).

Gleichzeitig begannen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung. Die Berger Ortswehr unterstützte ihre Grafelder Kameraden bei der Personensuche, richteten eine Einsatzleitung mit Funkkanaltrennung ein, übernahm mit weiteren Rohren die Brandbekämpfung und baute eine Wasserversorgung von der Sandhofstraße über die Hofeinfahrt auf. Dabei wurden die Berger von den Feuerwehrkräften aus Ohrte/Ohrtermersch unterstützt.

Auch die Wehren aus Bippen, Vechtel und Schwagstorf sorgten dafür, dass genügend Löschwasser an der Einsatzstelle vorhanden war.

Die angeforderte Dreileitereinheit der Samtgemeindefeuerwehr Bersenbrück aus Ankum übernahm die Brandbekämpfung mit einem Wenderohr. Die Löschwasserversorgung stellten dabei die weiteren Feuerwehren sicher. Für die Fürstenauer kam eine weitere Aufgabe hinzu: Sie mussten aus einem verunfallten Fahrzeug eine eingeklemmte Person befreien. Die Kräfte der SEG übernahmen die Versorgung der verletzten Personen. Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und den Rettungsdiensten funktionierte.

Zur abschließenden Übungsbesprechung trafen sich alle Beteiligten am Feuerwehrhaus Grafeld. Andreas Triphaus bedankte sich bei Johannes Stolte-Greskamp, den Feuerwehrkräften sowie den Statisten Moritz, Timo, Felix und Malte.

„Ich freue mich, dass so viele Einsatzkräfte zur Übung gekommen sind“, betonte Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen. Gemeinsam wurde der Ablauf der Übung analysiert. So sei die Befreiung aus dem Unfallfahrzeug sei hervorragend abgewickelt worden. „Das Schlauchmanagement hat mir sehr gut gefallen“, hob der Wettruper Ortsbrandmeister Jürgen Schlump hervor. Angesprochen wurde auch einige Dinge, die beim nächsten Mal besser gemacht werden könnten, etwa, dass sich anrückende Kräfte auch ohne Auftrag um augenscheinlich verunfallte Personen bemühen sollten. Zudem sei es wichtig, Fahrzeuge so aufzustellen, dass Anfahrtswege nicht blockiert werden, und Verstärkerpumpen bei der Wasserversorgung rechtzeitig einzubauen.

„Es waren genug Fehler, um etwas zu lernen, aber zu wenige Fehler, um jemanden zu degradieren“, dankte Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken den Einsatzkräften für die gelungene Übung. „Ich kann zufrieden und beruhigt nach Hause gehen“, betonte auch Brandabschnittsleiter Ralf Auf dem Felde.


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