Wohngruppe geplant Bippen: Christel Meurer verkauft Forsthaus Maiburg


Bippen. Christel Meurer hat am Donnerstagnachmittag das Forsthaus Maiburg in Bippen verkauft. Die Backhaus Kinder- und Jugendhilfe (BKJH) aus Meppen wird das Gebäude übernehmen und dort eine Wohngruppe für junge Menschen einrichten. Der Hotel- und Restaurantbetrieb wird am 31. Januar eingestellt.

Ihr sei der Verkauf sehr schwergefallen, erklärte die bisherige Eigentümerin Christel Meurer bei einem Treffen mit Vertretern der BKJH. Das Forsthaus sei ein Kleinod und ein Gewinn für die Maiburg mit ihren ausgedehnten Wanderwegen. Gleichwohl hätten die Pächter oft nicht leicht gehabt, den Betrieb rentabel zu führen. Nun sei die Vollsperrung der L 102 durch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wegen der beschädigten Bankette hinzugekommen. Das habe dazu geführt, dass das Forsthaus kaum noch erreichbar gewesen sei. Innerhalb kurzer Zeit seien deshalb die Gästezahlen eingebrochen, so Christel Meurer weiter. Da die Sperrung der Straße vermutlich noch bis in den Sommer hinein andauern werde, habe sie sich entschlossen, den Vertrag mit Pächterin Simone Zinn aufzulösen. „Ich wollte sie schließlich nicht in den finanziellen Ruin treiben“, betonte Christel Meurer.

BKJH beschäftigt 500 Mitarbeiter

Erste lose Kontakte zur Backhaus Kinder- und Jugendhilfe hatte die Fürstenauer Unternehmerin bereits vor einigen Jahren geknüpft, sich dann aber doch entschlossen, das Forsthaus neu zu verpachten. Aber mit Blick auf die für das Forsthaus katastrophale Vollsperrung laufen nun konkrete Verkaufsverhandlungen. Am 30. Dezember war die Gesamtleiterin der Backhaus Kinder- und Jugendhilfe, Yvonne Schauf, das erste Mal im Forsthaus. Am 28. Januar ist nun der Vertrag unterschrieben worden.

Die BKJH ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die vor 40 Jahren von Marianne und Gerhard Backhaus gegründet worden ist. Heute beschäftigt die Einrichtung 500 Mitarbeiter, die beispielsweise in Häusern in Bremen, Osnabrück oder Düsseldorf arbeiten. Neben gruppenpädagogischen, intensivpädagogischen und therapeutischen Einrichtungen bietet die BKJH auch Plätze in Profifamilien an. In diesen Familien besitzt mindestens ein Elternteil eine pädagogische Ausbildung und ist zudem speziell geschult. Die BKJH zahlt diesen Personen ein Gehalt, kümmert sich um die betriebliche Altersvorsorge und steht ihnen beratend zur Seite, wie Yvonne Schauf sowie Dieter Robben und Jürgen Krabbe von der BKJH erläuterten.

Planungen beginnen

In Bippen ist nun eine Wohngruppe vorgesehen. Details – zum Beispiel zur Anzahl der Kinder – stehen aber noch nicht fest. In den nächsten Wochen stehen nun erst einmal die konzeptionellen Planungen an, auch müssten Gespräche mit den Behörden geführt werden, so Yvonne Schauf. Bis Ostern solle dann das Forsthaus nach Möglichkeit bezugsfertig sein.

Pächterin Simone Zinn hat unterdessen begonnen, ihre Sachen zu packen. Sie hat eine neue Stelle als Hotelfachfrau angenommen. Zwei Jahre lang hat sie das Forsthaus geleitet. Nun ist Schluss.


Die BKJH sucht für ihr Projekt in Bippen Mitarbeiter aus der Region. Infos: www.backhaus.de

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