Bundesweiter Wettbewerb Maiburg-Grundschule in Bippen gewinnt Spielezimmer

Von Jürgen Schwietert

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Spielen weckt bei den Kindern Kreativität sowie Entdeckergeist und ist deshalb wichtig.Foto: Jürgen SchwietertSpielen weckt bei den Kindern Kreativität sowie Entdeckergeist und ist deshalb wichtig.Foto: Jürgen Schwietert

jesc Bippen. Das Konzept war durchdacht, ein wenig Glück kam angesichts der vielen Bewerbungen auch dazu: Die Bippener Maiburg-Grundschule hat ein Spielezimmer im Wert von mehr als 1000 Euro beim Verein „Mehr Zeit für Kinder“ gewonnen. Die Jungen und Mädchen der Schulen haben das Spielzeug bereits in Beschlag genommen. Der positive Effekt: Die Kinder werden so auf die Anforderungen in Schule und Alltag vorbereitet.

Die Lehrer hatten die Möglichkeit, aus einem Pool von insgesamt 50 geprüften Spielen die für die Schule passenden Spiele auszusuchen. Nachdem das Kollegium eine Auswahl getroffen hatte, sind nun die Jungen und Mädchen mit Begeisterung bei der Sache. Der Verein „Mehr Zeit für Kinder“ will mit seiner Initiative zeigen, dass „Spielen und Lernen keine Gegensätze sind. Im Gegenteil: Spielen machen schlau. Darum seien gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots, heißt es. Kinder würden noch nicht zwischen Lernen und Spielen unterscheiden. „Sie lernen beim Spiel“, so Manfred Spitzer vom Transferzentrum für Neurowissenschaften (ZNL). Gemeinsames Spielen sorge zudem dafür, dass das Zusammenleben und das Zusammenarbeiten in der Schule und im Familienalltag einfacher werde. Kinder lernen kooperativ zu handeln, kreative Ideen zu entwickeln, sich zu konzentrieren und zuzuhören. Weiterhin lernten sie, mit Sieg und Niederlage umzugehen sowie vorgegebene Regeln einzuhalten. Ganz nebenbei würden Gedächtnis und logisches Denken trainiert.

Unterstützung von den Kultusministerien

„Insgesamt gibt es in diesem Jahr 204 Gewinner. Die aus allen 16 Bundesländern kommen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative von den Kultusministerien.

Um ein Spielezimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni Gelegenheit, ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein „Mehr Zeit für Kinder“ zu schicken. Die besten Konzepte prämierte anschließend eine Fachjury.

Bewegung muss sein

Mit den Gewinnern aus diesem Jahr gibt es nun bundesweit mehr als 1600 spielende Schulen. Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung. Das klassische Spielzeug sticht dabei das Fernsehen im Längen aus. Schon Kinder im Grundschulalter seien dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt, heißt es dazu. Bewegung und Kreativität seien aber wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, sie dürfe nicht auf der Strecke bleiben, so der Verein „Mehr Zeit für Kinder“.


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