Unternehmen 25 Jahre alt Aufträge von Sylt bis Wien für Berger Zimmerei

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Berge. Uwe Brunneke hat mit seiner Zimmerei in den vergangenen 25 Jahren schon viele Bauprojekte umgesetzt, doch auf ein Gebäude ist er besonders stolz: auf das Nationalpark-Haus auf Norderney. Es ist mit seinen Wellenlinien aus Holz und den beweglichen Windanzeigern ein echter Hingucker. Viele Monate an Arbeit stecken in dem Projekt. Es hat sich gelohnt.

Gut 25 Jahre. Solange ist Uwe Brunneke inzwischen selbstständig. Auf diese Zeit blickt er gerne zurück. Viel erlebt und viel gestaltet hat er in diesen Jahren. Sein Handwerk gelernt hat der 51-Jährige in den 70er Jahren bei der Zimmerei Huflage in Bippen. Nach Bundeswehr und Meisterschule in Osnabrück riet ihm sein Vater Theo – selbst Zimmermann – sich selbstständig zu machen. Gedacht, geplant, getan.

Im Keller der Eltern fing es an

Sein erster Mitarbeiter hieß Andreas Stienke – auch Molly genannt. Der ist inzwischen auch selbstständig und betreibt mit einem Partner nach dem Wegzug aus Berge eine Zimmerei in Bippen. Uwe Brunneke selbst, der einst im Keller des Hauses seiner Eltern am Bramweg mit seiner Firma startete, ist inzwischen im Berger Ortsteil Hekese an der Dalverser Straße ansässig. Dort hat 1992 begonnen, einen verfallenen Kotten zu einem Schmuckstück umzubauen. Im Laufe der Jahre kamen eine Reihe von Nebengebäuden sowie eine große Halle hinzu.

Leidenschaft für Fachwerkhäuser

Heute beschäftigt Uwe Brunneke zehn Mitarbeiter, auch bildet er gerne junge Leute aus. Sie alle zusammen kommen weit herum. So führte die Zimmerei den „nördlichsten Auftrag“ auf Sylt aus, den „südlichsten“ in Wien, wie Uwe Brunneke erzählt. Oft sind die Aufträge interessant. So hat die Zimmerei beim Bau des Felix-Nussbaum-Hauses in Osnabrück mitgewirkt, das der Stararchitekt Daniel Liebeskind entworfen hatte. In der Oberfinanzdirektion Münster hat die Zimmerei Holz aus dem Börsteler Wald – zugeschnitten vom Bippener Sägewerk Ortland – für Verkleidungen eingebaut. Auch beim Bau der Festivalhalle in Moers haben Uwe Brunneke und sein Team Hand angelegt. Schließlich ist die Zimmerei für alle Instandsetzungsarbeiten an Gebäuden auf dem Stift Börstel zuständig. Das ist eine Aufgabe, die Uwe Brunneke besonders am Herzen liegt, ebenso wie der Wiederaufbau oder der Neubau von Fachwerkhäusern. Das sei eine Arbeit, die viel Spaß mache, sagt der 51-Jährige. Etwa 20 bis 30 Häuser habe er in den vergangenen 25 Jahren renoviert oder neu gebaut, und zwar ausschließlich in der Region. Derzeit arbeitet er am Wiederaufbau eines Fachwerkhauses im Ortstern von Berge nahe der evangelischen Kirche.

Präzisionsarbeit gefragt

Und dann ist da eben das Nationalpark-Haus auf Norderney. Es ersetzt ein altes Gebäude, dass 2013 abgerissen worden ist. 4,4 Millionen Euro ließen sich die Verantwortlichen das Projekt kosten – zum großen Teil über Fördergelder finanziert.

Die Gestaltung der Außenhaut des Nationalpark-Hauses sei eine echte Herausforderung gewesen und habe Präzisionsarbeit erfordert, berichtet Uwe Brunneke. Aber gerade wegen solcher Aufträge hat es der 51-Jährige nie bereut, sich selbstständig gemacht zu haben.


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