Fragen der Qualität Hygiene-Gütesiegel für Haus Lambertus in Berge

Über das Siegel freuen sich Daniela Felsmann-Eger, Projektkoordinatorin für das MRSA Netzwerk Osnabrück, Renate Hagemeier, Marzena Kamper, Markus Kandelhardt (alle Haus Lambertus) sowie Peter Bergen und Dagmar Rocker vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt. Foto: Haus LambertusÜber das Siegel freuen sich Daniela Felsmann-Eger, Projektkoordinatorin für das MRSA Netzwerk Osnabrück, Renate Hagemeier, Marzena Kamper, Markus Kandelhardt (alle Haus Lambertus) sowie Peter Bergen und Dagmar Rocker vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt. Foto: Haus Lambertus

Berge. Auch Alten- und Pflegeheime müssen sich weiter entwickeln. Das wissen auch die Verantwortlichen im Haus Lambertus in Berge. Sie haben nun nach eingehender Prüfung gezeigt, dass die Hygiene- und Lebensqualitätsstandards in der Einrichtung hoch sind. Das ist nun auch besiegelt.

Wie Markus Kandelhardt – der neue Leiter des Pflegedienstes – berichtet, habe das Haus Lambertus sich im sogenannten „Eur-Safety Health Net“ zertifiziert und im Oktober das „Qualitätssiegel für Alten- und Pflegeeinrichtungen“ erhalten. Hinter dem englischen Begriff verbirgt sich ein grenzüberschreitendes Netzwerk, mit dessen Hilfe Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen vor Infektionen geschützt werden sollen – insbesondere vor MRSA. Diese Abkürzung wiederum steht für „Methicillin resistenter Staphylococcus aureus“. Damit sind Bakterien gemeint, die durchschnittlich von 30 Prozent der Bevölkerung getragen werden. Gesunde Menschen bereiten sie in der Regel keine Probleme. Für kranke Menschen mit schwachem Immunsystem können sie hingegen ein Problem werden – besonders in Krankenhäusern, aber auch in Altenpflegeheimen. Unter anderem sind Lungenentzündungen möglich.

Zu Hygienefachkräften weitergebildet

Das Problem: Die Bakterien werden mit Antibiotika Methicillin abgetötet, einige Bakterien aber sich sind dagegen immun – so wie gegen andere Antibiotika auch.

Um die Dinge in den Griff zu bekommen, ist die Hygiene besonders wichtig. Deshalb haben sich Mitarbeiter des Haus Lambertus zu Hygienefachkräften weitergebildet. Zudem ist eine Hygienekommission eingerichtet worden. Detaillierte Vorgaben und Richtlinien gibt es ebenfalls. „Dies war ein wichtiger Schritt, um im grenzübergreifenden Qualitätsverbund dazu beizutragen, dass die MRSA-Raten gesenkt werden und die medizinische Versorgung deutlich verbessert wird“, so Markus Kandelhardt. Die Zertifizierung sei keineswegs ein Selbstläufer gewesen, sondern sei sehr aufwändig gewesen.

Wie Markus Kandelhardt weiter berichtet, ist das Haus Lambertus zudem im Oktober für den „Grünen Haken“ zertifiziert worden. Das bedeute, dass respektvoller Umgang, Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für die Bewohner des Hauses gewährleistet seien. Das sei von der gemeinnützigen Heimverzeichnis GmbH anhand von 121 Kriterien geprüft worden.

Markus Kandelhardt, der die Machfolge von Rita Lewretz angetreten hat, ist übrigens gebürtiger Quakenbrücker, lebt aber inzwischen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Berger Ortsteil Grafeld. Seit mehr als 15 Jahren ist er in der stationären Altenhilfe tätig – anfangs als Zivildienstleistender, dann als Hilfskraft und examinierter Altenpfleger. Seit 2013 studiert er an der Hochschule in Osnabrück berufsbegleitet Pflegewissenschaften. Derzeit schreibt er an seiner Bachelorarbeit.


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