Silke Wobst hat Zeit für Kunst Stipendiatin genießt die Ruhe im Stift Börstel

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Im Stift Börstel entstehen die Kunstprojekte der Franz-Hecker-Stipendiatin Silke Wobst.

            

              
                Foto: Katharina PreuthIm Stift Börstel entstehen die Kunstprojekte der Franz-Hecker-Stipendiatin Silke Wobst. Foto: Katharina Preuth

Berge. Für drei Monate ist die Künstlerin Silke Wobst im Stift Börstel zu Gast, um sich in der Abgeschiedenheit intensiv ihrer Arbeit zu widmen. Ohne Fernsehen oder WLAN verbringt die Dresdenerin ihren Sommer im idyllischen Berge. Den Aufenthalt ermöglicht ihr das Franz-Hecker-Stipendium der Kreissparkasse Bersenbrück.

Seit einem Monat lebt Silke Wobst in der alten Stifts- schänke des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters. Ihr Smartphone hat sie zwar dabei, aber WLAN gibt es in dem historischen Gemäuer nicht. „Die mobile Datenübertragung reicht für den E-Mail-Verkehr, aber mehr geht auch nicht“, schmunzelt die Stipendiatin.

„Ich habe viel Zeit, um mich meiner Kunst zu widmen.“ In den ersten Wochen war ihre elfjährige Tochter zu Besuch in Börstel. „Wir haben die Gegend erkundet und das Stiftsgelände kennengelernt.“ Sie waren im Hahnenmoor spazieren und haben eine Nachtwanderung zum Waldfriedhof unternommen. Wobst berichtet, dass auf dem Gelände eine Familie mit zwei Kindern wohne, mit denen sich ihre Tochter angefreundet habe. „Es ist nicht so, dass ich hier gar keinen Kontakt habe“, stellt Wobst klar. Auch wohne eine Freundin von ihr im emsländischen Lengerich, die sie hin und wieder besuche.

Erste Plastik nach einem Monat vollendet

Trotz dieser Unternehmungen hat sie nach einem Monat eine erste Plastik fast vollendet. Aufwendig hat sie dafür einzelne Puzzleteile hergestellt und diese zusammengefügt. „Ich habe aus Gips eine Form gegossen und benutze jetzt den Negativabdruck, um daraus weitere Formen aus Papier zu erhalten“, erklärt die Künstlerin ihre Vorgehensweise.

Die meisten Materialen für ihre Arbeit habe sie sich aus der Großstadt mitgebracht, da sie nicht sicher wisse, ob es in der Region das richtige Papier zu kaufen gebe. Für diese Arbeit habe sie unterschiedliche Papiere verwendet. „Mich interessieren verschiedene Oberflächen und die Kombination der Materialien.“

Nächstes Kunstprojekt ist bereits in Arbeit

Glänzendes Papier, saugendes und Japanpapier hat Silke Wobst verarbeitet. Mit Acrylfarben und Lack hat sie diese bemalt. „Diese Technik nennt man Mixmedia“, so Wobst. Verschiedene Materialen ergeben am Ende das Kunstobjekt. Für die Farbgestaltung hat sie Pastell gewählt. Die Künstlerin meint dazu: „Das Schichtenhafte der Farbe tritt durch Pastell besser hervor. Ich will, dass das Papier noch erkennbar ist.“ Die einzelnen Teile, die sie aus der Gipsform gewonnen hat, stapelte sie bei dieser Plastik in die Höhe.

Das nächste Projekt soll auf ähnliche Art entstehen, nur will sie mehr in die Tiefe arbeiten. Nebenher entstehen Zeichnungen, „Formexperimente auf Papier“ nennt es Wobst. Auch diese sind Produkt ihrer Arbeit.

Silke Wobst hat an der Kunsthochschule Dresden bildende Kunst studiert und dabei den Schwerpunkt dreidimensionales Gestalten gewählt.

Künstlerin wird Werke Ende des Jahres in Ausstellung zeigen

Ende des Jahres wird es eine Ausstellung in der Kreissparkasse Bersenbrück geben, in der sie ihre Arbeiten aus den drei Monaten im Stift Börstel präsentiert.


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