Dauerbleibe auf Stönneberg? Schwagstorfer Kirmes nach Umzug gut angenommen

Von Lena Zimmermann


Schwagstorf. Im Dorf ist es ungewöhnlich leer. Auf dem Dorfplatz, wo sonst Kirmes und Beachparty stattfinden, ist nichts aufgebaut oder vorbereitet. Der Grund: Die Bippener Straße ist als Umleitungsstrecke für die Bundesstraßensperrung in Fürstenau ausgewiesen und darf nicht für das Volksfest gesperrt werden.

Dafür sind an diesem Samstag die Schwagstorfer auf dem Stönneberg zu finden, dorthin haben die Vereine das bunte Treiben verlegt. Der Platz gegenüber dem Sportplatz ist von der Landjugend und der Kolpingfamilie schön hergerichtet worden, zehn verschiedene Attraktionen wurden aufgebaut, damit auch für die kleinen und großen Besucher etwas dabei ist.

„Ganz wichtig ist der Knobelverkauf“, erklärt Heiner Middendorf, der Kolpingvorstand habe alle Schwagstorfer persönlich durch den Losverkauf zu der Kirmes eingeladen.

Für die ganze Familie ist etwas dabei. Die Kirmes wurde um 16 Uhr mit einem Gottesdienst eingeleitet, auf den dann das Kirmesprogramm folgt. Ab 21 Uhr stand die Kinderdisco auf dem Programm und ab 22 Uhr war eine Beachparty angesagt, die von der Landjugend organisiert wird.

Ein DJ sorgt für den richtigen Sound. Dafür, dass Strandfeeling aufkommt, hat die Landjugend gesorgt, denn die hat wie in den vergangenen Jahren per Lkw extra Sand auf dem Platz auffahren lassen und verteilt. Und an diesem Sommerabend spielt auch das Wetter mit.

Die Kirmes, so wie sie jetzt stattfindet, gebe es erst seit vier Jahren, so Middendorf. Vorher waren es große Karussells, die das Bild bestimmten. Das Volksfest hätten die Schwagstorfer aber nicht mehr so gut angenommen. Darum hätten die Verantwortlichen die Kirmes komplett umstrukturiert.

„Es kommt vor allem auf Gemeinschaft und Unterhaltsamkeit an und das Miteinander soll gefördert werden“, erklärt Middendorf. Es ginge letztendlich darum, die Kirmes familienfreundlich zu machen: das bedeute insbesondere keine zu hohen Preise.

Beim Bummel über die Kirmes ist festzustellen, dass der Ortwechsel kein Problem für die Schwagstorfer zu sein scheint. Sie sind trotzdem zahlreich erscheinen. Die Vorarbeit der „Kirmes-Nöger“ der Kolpingsfamilie hat ihre Wirkung nicht verfehlt.

Ob die Kirmes nun immer auf dem Stönneberg stattfinden wird, das ist noch nicht sicher. Gewiss werden sich die Verantwortlichen bei ihrer Kirmesbilanz mit dieser Frage befassen.