50 Jahre Sportverein Der Sportplatz ist das Herz von Hollenstede

Von Jürgen Schwietert

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Hollenstede. Mit einem Kommersabend ist der Sportverein Hollenstede in die Feierlichkeiten zu seinem 50-jährigen Bestehen eingestiegen. Im Mittelpunkt der Festveranstaltung stand ein Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte und Ehrungen.

Vorsitzender Werner Kenning nahm die Besucher nach seiner Begrüßung mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen fünf Jahrzehnte. „Ich möchte mit Ihnen zusammen jetzt auf eine Zeitreise gehen und mit Ihnen und dem SV Hollenstede auf einen Zug aufspringen“, sagte er. Vor 50 Jahren hätten die Gründungsmitglieder den Zug SV Hollenstede aufs Gleis gestellt. Der Zug habe sich langsam, aber stetig bewegt, so manche Berge genommen und Täler durchfahren. Es sei im Laufe der Zeit ein Bahnhof – das Sportgelände – gebaut und immer erweitertworden. „An unsere Lokomotive wurden immer wieder neue Waggons angehängt“, so Kenning: Am Anfang habe es die Sparte Fußball gegeben, dann seien Tennis, der Lauftreff, die Sportabzeichengruppe, das Kinderturnen, die Rehasportgruppe und die Radsportgruppe dazugekommen. Kenning: „Wer von den Gründungsmitgliedern hätte sich vor 50 Jahre träumen lassen, dass sich ein so langer Zug bilden wird?“ Sein Dank galt den Mitgliedern, die sich ehrenamtlich engagierten, „denn ohne diese würde der Zug nicht laufen“.

Bürgermeister Herbert Gans: Hollenstede ist eine starke Gemeinschaft

Ein Dankeschön gab es für das Chronikteam, den Festausschuss, den Vorstand sowie die Hollensteder Vereine für den schönen Empfangsbogen. Mit „Thank you for travelling with SV Hollenstede“ endete Werner Kenning.Die Glückwünsche der Stadt Fürstenau überbrachten Bürgermeister Herbert Gans und Stadtdirektor Benno Trütken. „Nur in der Gemeinschaft sind wir stark. Hollenstede ist eine starke Gemeinschaft“, sagte Gans.

Kreissportbund und Niedersächsischer Fußballverband loben Arbeit

Auf die Aufgaben des Kreissportbundes Osnabrück-Land, darunter die Förderung des Ehrenamtes, ging Vorsitzender Hans Wedegärtner ein. Er skizzierte die Eigenschaften, die die Männer und Frauen im Sportverein auszeichneten: Ohne Tatkraft und Mut, Leidenschaft, Treue und Beständigkeit gehe es nicht. „Haltet eurem Verein die Treue“, forderte Wedegärtner, um auch auf Ausgewogenheit und Gleichgewicht sowie Vertrauen zu jedem Mitglied im Verein einzugehen. „Dank und Anerkennung gilt allen Frauen und Männern, die das Vereinsbild geprägt haben“, betonte er.

Für den Niedersächsischen Fußballverband (NFV) im Landkreis Osnabrück, gratulierten Vorsitzender Bernd Kettmann und Schriftführerin Anita Lennartz. Kettmann stellte dabei sein Wissen über den HSV in den Mittelpunkt. Dazu gehöre, dass der Verein drei Fußballmannschaften unterhalte. „Die Frauen spielen zudem erfolgreicher als die Männer“, merkte er schmunzelnd an. „Man setzt hier auf den Breitensport. Die Gemeinschaft wird hier großgeschrieben“, betonte er.

Kettmann und Lennartz zeichneten den Verein mit dem Jubiläumswandteller des Deutschen Fußballbundes (DFB) und der Wandplakette des Niedersächsischen Fußballverbandes aus. Fußbälle gab es obendrein.

Für die Nachbarvereine gratulierte Daniel Moormann, stellvertretender Vorsitzender der Spielvereinigung Fürstenau.

Einen Sportverein gab es bereits in den 1930er-Jahren

Für die Gründungsmitglieder ergriff Bernhard Schulting, der knapp zehn Jahre Vorsitzender gewesen war, das Wort. Bereits in den 1930er-Jahren habe es einen Sportverein gegeben. Nach dem Krieg sei auf Weiden und Wiesen Fußball gespielt worden zwischen den Ortsteilen, zwischen evangelischen und katholischen Christen, zwischen Einheimischen und Flüchtlingen, zwischen Landjugend und Jägern. „So mancher Kuhfladen an der Hose wurde mit nach Hause gebracht“, erinnerte er sich. Der Wunsch nach einem Sportverein sei größer geworden, sei aber auch auf Widerstand gestoßen. Die Arbeitskraft fehle. Für Verletzungen sei keine Zeit. Und der Sonntagvormittag sei dem Kirchgang gewidmet, habe es geheißen.

Die Befürworter aber setzten sich durch. Zunächst gab es Umkleide und Dusche in der Schule, später in einem Bauwagen. 1978 begann der Bau des Sportlerheims. „Aus kleinen Anfängen entstand ein ansehnlicher Komplex“, so Bernhard Schulting. Er stellte abschließend fest: „Unser Sportplatz ist nach 50 Jahren das Herz der Gemeinde.“


Der Kreissportbund Osnabrück verlieh Alfons Geers, Meinhard Johannemann und Franz-Josef Schumacher die goldene Ehrennadel.

Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) ehrte Clemens Hoppe, Ulrich Röwer, Martin Röwer, Meinhard von Wulfen, Thomas Schumacher, Norbert Brüggemann und Werner Kenning mit der silbernen Ehrennadel.

Der Sportverein Hollenstede überreichte Alfons Geers, Bernhard Schulting, Albert Middendorf, Clemens Kenning, Karl Nöring, Ernst Hengelage, Hubert Rolfes, Hubert Richter, Josef Ratermann, Hubert Ratermann, Clemens Wilkemeyer, Aloys Achteresch, Hugo Johannemann, Antonius Schumacher, Friedhelm Schulte (Gründungsmitglieder), Alfons Wilke, Bernhard Rolfes, Alfons May, Heinz (Heiner) Hegelage, Harald Fischer, Hans Schumacher (Gründungsmannschaft 1965) sowie Heinrich Heidenescher, Josef Nöring und Josef Schumacher, die 1965 ebenfalls in den Verein eintraten, eine schmucke Glasplakette als Dankeschön. jesc

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