Sitzung in Hollenstede Fürstenau: Jugendparlament plant Youtube-Video

Das Füstenauer Jugendparlament setzt sich für die Interessen der Jugendlichen ein. Foto: Katharina PreuthDas Füstenauer Jugendparlament setzt sich für die Interessen der Jugendlichen ein. Foto: Katharina Preuth

Hollenstede. Stadtfahrt nach Osnabrück, ein Konzertabend, Ferienspaßaktion, Eishallenfahrt und dann noch ein Youtube-Video drehen – das Jugendparlament der Samtgemeinde Fürstenau hat sich für die nächste Zeit viel vorgenommen. Dabei sind die Mitglieder, abgesehen von der Vorsitzenden Judith Hopster und Vanessa Kehl, Neulinge auf dem Politparkett.

Seit Oktober 2014 besteht das Jugendparlament in seiner jetzigen Konstellation. Die Mitglieder sind Schüler und Auszubildende zwischen 15 und 19 Jahren. „Wir setzen uns für die Belange der Jugendlichen in der Samtgemeinde Fürstenau ein“, erklärt Judith Hopster. Jetzt trafen sie sich bereits zum zweiten Mal, um die Ergebnisse der zuvor gegründeten Arbeitsgruppen zu besprechen und über Anträge abzustimmen. 

Die Organisation von Fahrten und Veranstaltungen für Jugendliche nahm einen Großteil der Besprechungen während der Sitzung ein. Das Jugendparlament plant zum Beispiel einen Konzertabend mit Bands aus der Region. „Es gibt hier zu wenig Musikveranstaltungen für Jugendliche“, meint Florian Fromme. Als möglicher Ort kommt das Uffz in Fürstenau infrage. Dort könnte die Veranstaltung beispielsweise nach den Sommerferien über die Bühne gehen – in der „partyfreien Zeit“, so Judith Hopster. Das Ganze solle möglichst günstig gestaltet werden, Gewinn wolle das Jugendparlament nicht machen, nur die Kosten decken. 

Auch der Ferienspaß war ein Thema. Wie in den vergangenen Jahren auch beteiligt sich das Jugendparlament an der Aktion in den Ferien. Da die Draisinen-Tour gut ankam, soll es auch in diesem Sommer wieder auf die Gleise gehen.

Weiterhin steht für die Wintermonate eine Fahrt zur Osnabrücker Eishalle auf dem Programm und separat eine Stadtfahrt – ebenfalls nach Osnabrück. 

Der Arbeitskreis „soziale Netzwerke“ hat unterdessen die Idee entwickelt, ein Video zu drehen, mit dem sich die Mitglieder des Jugendparlaments vorstellen. Darüber hinaus soll der Film beliebte Orte der Jugendlichen in der Samtgemeinde Fürstenau zeigen. Das Ergebnis des Filmprojektes will das Jugendparlament bei Youtube hochladen. 

Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen war zunächst eine Berlinfahrt für die Mitglieder angedacht, da die aber erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden kann, hat Claudia Heese vorgeschlagen, einen Kletterpark zu besuchen.

Eine weitere Aufgabe für die jungen Parlamentarier besteht in der Bearbeitung von Anträgen. In diesem Fall bat der Bürgerschützenverein Fürstenau um einen Zuschuss für zwei Druckluftgewehre. Laut Antrag seien diese besser für Jugendliche geeignet als Luftgewehre mit Seitenspanner. In der Diskussion wies Florian Fromme darauf hin, dass die Situation eine andere sei, wenn es darum gehe, alte Gewehre, die nicht mehr funktionsfähig seien, zu ersetzen. Das sei aber nicht der Fall. Deshalb spreche er sich dafür aus, den Antrag abzulehnen. David Santel schloss sich ihm an und argumentierte: „Wenn wir hier zustimmen, kommt jeder Verein, der kein Druckluftgewehr hat, und möchte Geld.“ Letztendlich lehnte das Jugendparlament mit knapper Mehrheit ab.

Die nächste Sitzung des Jugendparlaments ist am 1. Juli geplant.


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