Bundesverdienstkreuz Hohe Ehre für Schwagstorfer Bernhard Klausing

Von Liesel Hoevermann

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Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gratulierten Bernhard Klausing (Mitte) von links: Klaus Hülsmann, Michael Wernke, Herbert Gans, Michael Lübbersmann und Benno Trütken. Foto: Liesel HoevermannZur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gratulierten Bernhard Klausing (Mitte) von links: Klaus Hülsmann, Michael Wernke, Herbert Gans, Michael Lübbersmann und Benno Trütken. Foto: Liesel Hoevermann

Schwagstorf. Bernhard Klausing hat das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Michael Lübbersmann überreichte in Schwagstorf die Auszeichnung. In seiner Laudatio würdigte der Landrat das ehrenamtliche Engagement Klausings, der sich seit mehr als 30 Jahren für den Fußball engagiert und für den Sportverein Grün-Weiß Schwagstorf.

Seit 35 Jahren arbeitet Klausing im Finanzamt Quakenbrück, zuvor hatte er im Rahmen einer Umschulung eine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert. Seine erste Ausbildung hatte Klausing 1973 bei der Polizei begonnen, sie endete nach zwei Jahren abrupt, als er durch einen Badeunfall so schwer verletzt wurde, dass er seither querschnittsgelähmt ist.

Sein starker Wille, Selbstdisziplin und innere Leidenschaft haben dem Schwagstorfer geholfen, diesen Schicksalsschlag anzunehmen. Darüber hinaus setzt er sich so aktiv und engagiert für andere ein, besonders bei Grün-Weiß Schwagstorf, dass er für viele ein guter und zuverlässiger Freund und auch ein Vorbild ist, nicht nur in Schwagstorf.

„Sie tragen das Feuer ehrenamtlichen Engagements in sich und haben es geschafft, dass dieses Feuer auch auf andere überspringt“ umschrieb er das, womit Klausing seit Jahrzehnten den Schwagstorfer Verein vorantreibt. Gemeinsinn, Sachkenntnis, Tatkraft und Uneigennützigkeit zeichneten sein Handeln aus und hätten neben vielen lobenden Sätzen von Weggefährten die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes begründet.

Beeindruckt zeigte sich Lübbersmann von der Atmosphäre in der Gaststätte Reinermann, die mit Fahnen der Samtgemeinde, des Landkreises und natürlich von Grün-Weiß Schwagstorf geschmückt war. Familie, Nachbarn, Kollegen, Fußballfreunde und Ratsmitglieder feierten Klausing, die Kolpingkapelle Schwagstorf umrahmte die Feierstunde mit Musik. Vorsitzender der Kapelle ist übrigens Ralf Klausing, Bruder des Geehrten.

Als Fürstenauer Bürgermeister und Freund Klausings würdigte Herbert Gans dessen Verdienste. Anfänglich Spieler bei Grün-Weiß Schwagstorf und später Betreuer der 2. Herrenmannschaft, war Klausing von 1986 bis 1990 Jugendwart, danach 22 Jahre lang erster Vorsitzender. Seit drei Jahren ist er Kassenwart.

Die Förderung des Jugendfußballs sei ihm ein besonderes Anliegen gewesen, etwa durch die Einführung von Spielgemeinschaften mit Hollenstede und Fürstenau. Die Integration von Neubürgern über den Fußball habe Klausing ebenfalls am Herzen gelegen, berichtete Gans.

„Du hast es mehr als verdient“, lobte auch Grün-Weiß-Vorsitzender Andreas Kopmann Klausings Talent als Bau-Organisator und verweist auf überregionale Freundschaftsspiele, die den Verein weit über Schwagstorfs Grenzen hinaus bekannt gemacht hätten. „Funktionär kommt von funktionieren, und das machst du mit Sachkunde und Optimismus“, sagte Helmut Buschmeyer, Ehrenvorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbandes Osnabrück-Land. „Mach weiter so“, sagte auch Klaus Hülsmann, stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises. „Bernhard Klausing ist jemand, der das Wir-Gefühl der Dorfgemeinschaft stärkt“, sagte Johannes Waller für die Nachbarn.

Michael Wernke, Vorsteher des Finanzamtes Quakenbrück und Chef Klausings, bezeichnete ihn als weltoffenen und entschlussfreudigen Kollegen. Er stieß mit Klausing auf dessen Ehrung mit zwei Stückchen Mon Chérie an. „Alkohol dürfen wir nicht im Dienst, aber Zartbitterschokolade geht“, verriet er dabei ein Geheimnis aus dem Finanzamt.

Für die Ehrung und die Grußworte bedankte sich Klausing abschließend, ein besonderer Dank galt dabei seiner Mutter Ulla Klausing.


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