Tag der offenen Tür im Juli Dirk Schilingmann: Ein Baudienstleister aus Bippen

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Bippen. Selbstständig zu arbeiten heißt, wie der Name schon sagt, sich selbst und ständig in die Firma einzubringen. Für Fliesenlegermeister Dirk Schillingmann, der sich im März 2011 in seinem Heimatort Bippen selbstständig machte, war das genau der richtige Schritt. An Aufträgen mangelt es nicht, und letztlich setzt er damit auch eine Familientradition im Handwerk fort.

In nur eineinhalb Jahren Bauzeit hat der Handwerksmeister seine Firmenhalle neben seinem Wohnhaus an der Berger Straße in Bippen gebaut. Jetzt hat er erst einmal reichlich Platz für Maschinen und Material. Zudem wird derzeit eine 200 Quadratmeter große Fliesenausstellung auf zwei Ebenen vorbereitet. „Ohne Familie hätten wir das hier nicht geschafft“, ist sich Dirk Schillingmann sicher, der fast jede freie Stunde nach Feierabend oder am Wochenende für den Bau der Halle genutzt hat. Bis auf die Installationen und das Dach haben wir alles selbst gemacht, so der junge Familienvater.

Die Bezeichnung „Baudienstleister“ ist Dirk Schillingmann wichtig. Zwar läge der Anteil der Fliesenarbeiten aller Art in Alt- und Neubauten derzeit bei rund 80 Prozent, wenn der Kunde aber auch eine Tür eingemauert haben möchte oder ein Stück anzupflastern sei, mache er das natürlich mit. „Wir sind vor Arbeit nicht scheu“, betont er. In jüngster Zeit seien zudem die Materialien Marmor und Granit sowie diverse Bodenbelagsarbeiten immer mehr gefragt. Dabei reicht die Kundschaft von Kleinauftrag im Einfamilienhaus bis zu Arbeiten für große Produktionsfirmen.

Dirk Schillingmann, der seit 20 Jahren als Fliesenleger arbeitet und seit 15 Jahren Meister seines Faches ist, hat eine klare Philosophie: „Die Kunden müssen sich direkt ansehen können, wie die verarbeiteten Werkstoffe wirken. Erst dann könne man wirklich einschätzen, wie sich beispielsweise eine hochwertige Edelstahl-Eckleiste in die Optik eines Bades einfüge oder wie eine „glitzernde“ Fuge aussehe. Das wird in der Ausstellung künftig möglich sein.

Unterstützt von einem weiteren Fliesenleger und seiner Frau Christine im Büro, ist Dirk Schillingmann hauptsächlich im Nordkreis unterwegs. „Es ist manchmal schon interessant, wenn ich in Häuser komme, in denen mein Vater und mein Großvater schon gearbeitet haben“, erzählt er.

Zudem hat Dirk Schillingmann ein weiteres Thema für sich entdeckt: Objekte aus formbaren Platten aus Kunststoff herzustellen. Was sich noch sehr theoretisch anhört, kann in seiner Badausstellung schon bald betrachtet werden. Derzeit ist eine Ruheliege für den Wellnessbereich in Arbeit, die nach einem festen und belastbaren Kern aus Kunststoff eine hochwertige Oberfläche aus Mosaikfliesen bekommt. Er denke auch darüber nach, weitere Einzelstücke, bis hin zu einer klassischen Frisierkommode aus den Materialien zu entwickeln, so Dirk Schillingmann.

Derzeit steht mit Nachdruck der Innenausbau der Ausstellungsbereiche und die Außenanlagen an. Die Bodenfliesen liegen, und an den Wänden entstehen die ersten Ausstellungsstücke. Bis zum 19. Juli soll alles fertig sein, denn dann steht der „Tag der offenen Tür“ bei dem Bippener Baudienstleister auf dem Programm. Unterstützt wird Dirk Schilligmann dabei wieder von der Familie und auch von den Nachbarn. Oder um es auf Dirk Schillingmanns Nenner zu bringen: „Hand in Hand, dann schockt das.“


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