Kira Markus übernimmt Geschäft Salon Schwarz in Berge heißt künftig „Kopfkultur“

Von Jürgen Ackmann

Sie startet im Januar 2015 in die Selbstständigkeit: Kira Markus (links). Anneliese Schwarz freut sich, eine Nachfolgerin gefunden zu haben. Termine für das nächste Jahr können bereits jetzt vereinbart werden.Foto: Jan AckmannSie startet im Januar 2015 in die Selbstständigkeit: Kira Markus (links). Anneliese Schwarz freut sich, eine Nachfolgerin gefunden zu haben. Termine für das nächste Jahr können bereits jetzt vereinbart werden.Foto: Jan Ackmann

Berge. Manchmal gibt es das: Schon als Mädchen wusste Kira Markus genau, was sie werden wollte: Friseurmeisterin mit eigenem Geschäft. Nun – mit 25 Jahren – ist sie am Ziel. Am 1. Januar wird sie den Friseursalon von Anneliese Schwarz an der Bippener Straße in Berge übernehmen. Nach einer kurzen Umbauphase wird das Geschäft am 10. Januar unter dem Namen „Kopfkultur“ offiziell eröffnet. Und auch das ist klar: Salonhund Emil wird mit von der Partie sein.

Kira Markus, die im Berger Ortsteil Dalvers lebt, freut sich schon auf die Eröffnung. Lange hat sie darauf hingearbeitet. Nach dem Abitur 2008 absolvierte sie zunächst in Fürstenau bei Haar und Frisur eine zweijährige Lehre. Es folgte 2010 die Ausbildung zur Meisterin in Oldenburg, die Salonleitung für die Kette Hair&Fashion in Hopsten und 2011 der Wechsel zu Ludmann in Molbergen. Dort hat Kira Markus bis Mai 2014 gearbeitet. Anschließend hat sie sich an der Handwerkskammer in Osnabrück zum Betriebswirt weitergebildet.

Da war schon klar, dass Kira Markus zum Januar 2015 den Salon Schwarz übernehmen würde. Über eine mögliche Nachfolge hatte sie mit Anneliese Schwarz das erste Mal bereits 2012 gesprochen. „Ich habe mich sehr gefreut, so eine nette und gute Nachfolgerin zu finden“, sagt Anneliese Schwarz, die in diesem Jahr 65 Jahre alt geworden ist.

Was die beiden Frauen verbindet, ist die Liebe zum Beruf. Die Mischung aus Kreativität und Handwerk sei einfach toll, sagt beispielsweise Kira Markus. Die Gespräche, die sich manchmal ergäben, ebenfalls, sagt wiederum Anneliese Schwarz. Einfühlungsvermögen, Offenheit und bisweilen auch Psychologisches sei gefragt, sind sich beide einig. Kurzum: Der Beruf sei abwechslungsreich und zugleich auch anspruchsvoll.

Es gibt aber über diese Einschätzungen hinaus noch mehr Verbindendes. Beide haben ihren Meistertitel in Oldenburg erworben. Beide haben eine Reihe von Lehr- und Wanderjahren hinter sich. Der Unterschied: Kira Markus blieb in der Region, Anneliese Schwarz zog in die Ferne. Auf Sylt war sie tätig, auf Wangerooge, in Badenweiler im Schwarzwald, in München. Dort schnitt sie unter anderen den Kindern von Franz Josef Strauß die Haare. Mit auf Tour war Gabriele Flügge, ihre Schwägerin, mit der sie auch heute noch zusammenarbeitet.

Die Wanderjahre fanden ihren Abschluss, als die Familie sie bat, doch das Geschäft in Berge zu übernehmen. So geschah es auch. 1979 trat sie in die Fußstapfen ihres Vaters Hermann. Damit setzte sie eine Tradition fort. Denn auch dessen Vater – Fritz Schwarz – war Friseur. Er war es auch, der das Haus an der Bippener Straße 1927 erbaute.

Auch Kira Markus ist in ihrer Familie nicht die erste Friseurin – um eine weitere Gemeinsamkeit anzufügen. Oma Mike habe diesen Beruf ebenfalls ausgeübt, wie die 25-Jährige erzählt.

Nun also sind Kira Markus und Anneliese Schwarz miteinander ins Geschäft gekommen. Zwischen dem 1. und 10. Januar wird noch ein wenig renoviert und umgestaltet – die Wände bekommen neue Farbe, das Mobiliar und Fußboden werden ausgetauscht. Neben Zeitschriften wird es überdies eine kleine Bibliothek zum Schmökern geben. Auch das ist schließlich „Kopfsache“.

Zu guter Letzt sei auch dies noch geschrieben: Bei Kira Markus sind nicht nur die Kunden willkommen. Auch junge Leute, die das Friseurhandwerk lernen möchten, sind gern gesehen. Kira Markus wird 2015 eine Lehrstelle anbieten. Vielleicht gibt es ja jemanden, der schon immer Friseur werden wollte. So wie einst Kira Markus.