Schwierigkeiten gut überstanden Pastor-Arning-Haus in Fürstenau plant Erweiterung

Von Jürgen Schwietert

Der Vorstand mit Paul Weymann, Renate Münch, Udo Hoffeld, Anke Kusche, Wilhelm Gast, Dirk Baumgart und Joachim Minneker (von links) an dem neuen, im Garten des Anwesens aufgestellten Denkmal des Namensgebers Pastor Arning.

            

              
              Foto: Jürgen SchwietertDer Vorstand mit Paul Weymann, Renate Münch, Udo Hoffeld, Anke Kusche, Wilhelm Gast, Dirk Baumgart und Joachim Minneker (von links) an dem neuen, im Garten des Anwesens aufgestellten Denkmal des Namensgebers Pastor Arning. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Auch weil die Belegschaft bereit war, zur Konsolidierung beizutragen, haben das Pastor-Arning-Haus und das Haus Am Ettenfelde schwierige Zeiten gut überstanden, wurde in der Mitgliederversammlung des Trägers Krankenhausverein deutlich. Jetzt ist das Haus wieder gut aufgestellt und plant in den kommenden Jahren, das Angebot an Zimmern für an Demenz Erkrankte zu erweitern.

Zu Beginn der Versammlung forderte Pastorin Anke Kusche dazu auf, weiße Westen, die mittlerweile arge Flecken bekommen hätten, Zwangsjacken, das dicke Fell und die rosa Brille zu entsorgen. „Wenn ich diese Kleidungsstücke ablege, kann ich wieder durchatmen“, so die Pastorin, die damit dazu aufrief,zu rekapitulieren und über den Tellerrand zu blicken.

Vorsitzender Wilhelm Gast beschwor den Willen, Aufgaben zu übernehmen, denn im nächsten Jahr fänden Wahlen statt. Weiterhin informierte er über die Modernisierung der Heizungsanlage. Jetzt sorge ein Blockheizkraftwerk für Strom und Wärme. Diese Arbeiten hätten ausschreibungskonform Fürstenauer Firmen übernommen. Weiterhin wurden Wärmedämmungsmaßnahmen in Angriff genommen. Hier seien noch weitere Investitionen nötig. Investiert worden sei auch in die hauseigene Wäscherei.

Das Denkmal des Namensgebers Pastor Arning sei im Garten des Anwesens aufgestellt worden. Hier galt den Firmen Heitkamp und Münch ein Dank für ihre Unterstützung. Weiterhin ging der Vorsitzende auf die notwendigen Brandschutzmaßnahmen ein. So sei es erforderlich, einen zweiten Fluchtweg in Form einer Stahltreppe anzulegen. Die Realisierung werde erneut durch heimische Firmen erfolgen. Weiterhin müssten Brandschutzabschnitte eingerichtet werden. Die Anforderungen an Pflegeeinrichtungen würden von Jahr zu Jahr anspruchsvoller.

Aus diesem Grunde sowie aufgrund des Bedarfs an entsprechenden Räumen besonders für Personen mit demenziellen Beeinträchtigungen sei ein Erweiterungsbau geplant. Geschäftsführer Udo Hoffeld stellte erste Planungen vor. Sie sind auf den entsprechenden Personenkreis zugeschnitten. Nach derzeitigem Stand gruppieren sich 15 hell gestaltete Zimmer um einen Innenflur. Im inneren Bereich ist neben Wirtschaftsräumen eine große Wohnküche geplant. Dem Bewegungsdrang der Bewohner werde dabei auch Rechnung getragen.

Sodann ging der Geschäftsführer auf die finanzielle Entwicklung des Hauses ein. „Wir haben einige schwierige Jahre gehabt. Durch gemeinsame Anstrengungen ist es uns gelungen, die Probleme aufzufangen“, betonte er. Weiterhin hob er die Einhaltung der Tarife hervor, Pflege müsse vernünftig bezahlt werden. Die Auslastung betrage 98,74 Prozent (Seniorenheime arbeiten erst ab einer Auslastung von 98 Prozent kostendeckend). Die durchschnittliche Pflegestufe liege bei einem Wert von 1,81.

Geschäftsführer Joachim Minneker erinnerte an Veranstaltungen für die Bewohner, darunter Grill- und Restaurantabende. Die Leiterin Soziale Dienste, Bettina Bußman, habe ein abwechslungsreiches Jahresprogramm erarbeitet. Das Haus habe zum zweiten Mal bei der Qualitätsprüfung in der Pflege eine 1,0 erhalten habe. Die Gesamtbeurteilung liege bei 1,0; der Landesdurchschnitt bei 1,2. In diesem Zusammenhang lobte er die Pflegedienstleitung mit Birgit Stein und Veronika Moormann. Für das ausschneidende Vorstandsmitglied Ernst Stüwe wurde Renate Münch in diesem Amt bestätigt.