25 Jahre Unicef Grafelder Schüler fordern mehr Kinderrechte

Von Jürgen Schwietert

Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger und Sabine Klöppel (von rechts) von Unicef-Gruppe Osnabrück debattierten mit den Kindern in Grafeld. Foto: Jürgen SchwietertDer Bundestagsabgeordnete André Berghegger und Sabine Klöppel (von rechts) von Unicef-Gruppe Osnabrück debattierten mit den Kindern in Grafeld. Foto: Jürgen Schwietert

Grafeld. Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Die Grundschule Grafeld bereitete dieses Ereignis in einer Themenwoche auf.

Das Kollegium und alle Schüler erarbeiten in verschiedenen Gruppen die Situation zahlreicher Kinder in aller Welt. An Manuels Schicksal, einem Kind aus Brasilia, wurde die schwierige Situation vieler Kinder personalisiert. Gemeinsam mit Sabine Klöppel von Unicef Osnabrück , Arbeitsbereich Schule, besuchte dieser Tage der Bundestagsabgeordnete Andrè Berghegger die Grundschule, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen und über die Rechte der Kinder zu debattieren.

„Wir haben uns im Unterricht ganz intensiv mit den Kinderrechten beschäftigt“, so Schulleiterin Karin Unger-Poprawa. Dabei sei deutlich geworden, dass jedes Kind Rechte habe – immer und überall. Das garantiere die Kinderrechtskonvention. Die zehn festgeschriebenen Rechte wurden den Kindern vermittelt. Stelltafeln gestaltet, symbolische Rucksäcke gepackt und Teller mit Kinderrechten sowie T-Shirts gefertigt. Auf den T-Shirts forderten die Kinder auch die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz. „Ich wünsche mir, dass die Kinderrechte im Grundgesetz stehen“, sagte Julia.

„Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Kinder genau so viele Rechte haben wie die Erwachsenen. Wir müssen darauf achten, dass die Kinder Kinder sein dürfen“, betonte André Berghegger, der sich aber gegen die Aufnahme dieser Rechte in das Grundgesetz aussprach. Das die Kinder genau so viele Rechte haben wie die Erwachsenen sei eine Selbstverständlichkeit.

„Ich wünsche mir, dass die Meinung aller Kinder respektiert wird“, stand zum Beispiel auf einem T-Shirt. Die Stellwände mit den gepackten Rucksäcken mit Dingen, die das Leben und Überleben sichern, beeindruckten den Bundestagsabgeordneten besonders. Er ließ sich die Rucksäcke erklären, die unter anderem eine Wasseraufbereitungsanlage ebenso enthielten wie eine warme Decke oder auch das geliebte Plüschtier. Weiterhin ging er auf Chancen und Möglichkeiten der Hilfe ein. Wichtig ist auch eine Schulbildung, um sich einen Berufswunsch erfüllen zu können.

„Aufgabe von Unicef ist es auch, hier mit Wohngruppen und Betreuung dafür zu sorgen, dass Manuel gut aufgehoben werde“, betonte Sabine Klöppel. Als ganz wichtig wurde herausgestellt, dass die Kinder einen Namen haben müssen: „50 Millionen Kinder haben keinen Namen, sind nicht registriert.“.


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