Tag der offenen Tür Vorträge in Fürstenau über Volkskrankheit Diabetes

Von Jürgen Ackmann

Der Diabetologe Karl-Ernst Brockhaus wird am 15. November im Haus der Gesundheit eine neue Technik zum Blutzuckermessen vorstellen. Foto: Jürgen AckmannDer Diabetologe Karl-Ernst Brockhaus wird am 15. November im Haus der Gesundheit eine neue Technik zum Blutzuckermessen vorstellen. Foto: Jürgen Ackmann

Fürstenau. Diabetes. Das ist eine Volkskrankheit. Allein in Deutschland sind mehr als acht Millionen Menschen erkrankt. Tendenz steigend. Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte und zum Beispiel wissen will, welche Rolle Ernährung und Bewegung im Zusammenhang mit Diabetes spielen, der kann den Tag der offenen Tür im Haus der Gesundheit in Fürstenau besuchen. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Diabetesselbsthilfegruppe gibt es dort am 15. November in der Zeit von 11 bis 17 Uhr viele Infos – nicht nur zum Diabetes.

Die Diabetesselbsthilfegruppe in Fürstenau trifft sich alle zwei Monate. Mal geht es um Neues für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker, mal geht es aber auch um Suchtfragen oder um die Tricks der Werbung. Die Vielfalt der Themen ist ein Grund dafür, dass zu den Treffen regelmäßig mehr als 50 Gäste kommen – ob aus Lingen, Haselünne, Quakenbrück, Merzen, Schale oder eben Fürstenau selbst. Eine weitere Rolle spielen das harmonische Miteinander in der Gruppe und die kompetente Betreuung durch die Diabetesassistentin Petra Skorupa und ihre Kollegin Kerstin Bohmann sowie durch den Internisten und Diabetologen Karl-Ernst Brockhaus aus dem Haus der Gesundheit.

Alle gemeinsam werden ihren Teil zum Tag der offenen Tür beitragen. Karl-Ernst Brockhaus beispielsweise wird über den neuen „Flash Glucose Sensor“ berichten, der in den USA entwickelt worden ist und den es nun auch in Deutschland auf dem Markt gibt. Nicht weniger als eine „Revolution in der Diabeteslandschaft“ – so auch der Titel des Vortrags von Karl-Ernst Brockhaus – verspricht das Gerät. Während bisher das tägliche Blutzuckermessen mit Stechhilfen und Teststreifen Routine war, ersetzt nun ein kleiner Computer unblutig dieses Verfahren – das Gerät einschalten, mit einem Sensor über den Arm fahren, fertig. Nach dem Scan kann der Diabetiker den Glukosewert ablesen. Noch sei das Gerät nicht von den Krankenkassen anerkannt, so Karl-Ernst Brockhaus. Doch er gehe davon aus, dass sich das ändern werde, zumal das Gerät für Diabetiker ein Gewinn an Lebensqualität sei.

Beim Tag der offenen Tür wird es aber nicht nur Vorträge geben. Mit von der Partie ist unter anderem die Orthopädie-Schuhtechnik Strobeck aus Menslage, die mittels elektronischer Fußvermessung für diabetesgerechte Schuhe sorgt. Zusammen mit Schuhe&Lederwaren Hacker aus Fürstenau ist das Unternehmen im Modehaus Kreuzmann – gegenüber vom Haus der Gesundheit – präsent. Weiterhin stellt das Fürstenauer Sanitätshaus Produkte in den Praxisräumen vor. Damit nicht genug: Die Besucher können auch Blutdruckmessungen und Blutzuckerbestimmung vornehmen lassen oder an Vorführungen zum Thema Ultraschalluntersuchungen teilnehmen.

Darüber hinaus werden Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Die Erlöse sind zum einen für die Jugendfeuerwehr bestimmt, zum anderen für die Kinderkrebshilfe.

Den großen Rahmen für den Tag der offenen Tür geben neben dem Jubiläum der Diabetesgruppe der Weltdiabetestag sowie die Herzwoche 2014. Aus diesem Grunde gibt es beispielsweise auch einen Vortrag über Blutverdünnung bei Herzrhythmusstörungen, den Mathias Kessen-Albers vom Haus der Gesundheit halten wird.


Das Vortragsprogramm am 15. November im Haus der Gesundheit in Fürstenau an der Konrad-Adenauer-Straße:

11 Uhr: Eröffnung und Begrüßung – die Anfänge der Diabetesselbsthilfegruppe.

11.30 Uhr: Flash Glucose Sensor – Revolution in der Diabeteslandschaft?, Diabetologe und Internist Karl-Ernst Brockhaus.

12.30 Uhr: Bluthochdruck – Risiken und Behandlungsmöglichkeiten, Kardiologe Mathias Kessen-Albers.

13.30 Uhr: Gesundes Frühstück – Thema des Weltdiabetestages, Diabetesassistentin Petra Skorupa.

14.30 Uhr: Neues aus der Diabetologie, Diabetologe und Internist Karl-Ernst Brockhaus.

15.30 Uhr: Blutverdünnung bei Herzrhythmusstörung, Kardiologe Mathias Kessen-Albers.