Jetzt als Familienkalender Neue Fürstenauer Ansichten

Von Gabriele Grund

Alt und Neu: Als Familienkalender mit viel Platz für Eintragungen wurde der aktuelle Fürstenau-Kalender konzipiert. Unser Foto zeigt (v.l.) den Historiker Karl-Heinz Dirkmann, Medienpark-Inhaber Jens Buß und den Fotografen Peter Metschies bei der Vorstellung der ersten Exemplare. Foto: Georg GeersAlt und Neu: Als Familienkalender mit viel Platz für Eintragungen wurde der aktuelle Fürstenau-Kalender konzipiert. Unser Foto zeigt (v.l.) den Historiker Karl-Heinz Dirkmann, Medienpark-Inhaber Jens Buß und den Fotografen Peter Metschies bei der Vorstellung der ersten Exemplare. Foto: Georg Geers

Fürstenau. Ansichten bekannter Fürstenauer Häuser sowie historische Gegenüberstellungen – mit so gestalteten Kalendern hat Peter Metschies zehn Jahre lang für Beachtung gesorgt. Als sich der Fotograf 2013 dazu entschloss, die Herausgabe einzustellen, zeigte der Inhaber des Medienpark in Ankum, Jens Buß, Interesse an dem Projekt. In seiner Agentur ist nun aus dem Bildkalender ein Familienkalender mit Motiven und Platz für Einträge geworden.

Mit ins Boot holte Jens Buß den Fürstenauer Historiker Karl-Heinz Dirkmann, der Texte zu den historischen Fotos beisteuerte. Der Fürstenau-Kenner beschreibt unter anderem die Lage alter Bürgerhäuser, erzählt von Brennrechten oder von der Blütezeit des kaiserlichen Postamts, einer Ära, in der der Postamtsbezirk Fürstenau stolze 40 Mitarbeiter zählte. Auch die wechselvolle Geschichte des Hotels Strathmann, untermauert mit einem Foto aus den 1930er Jahren, findet sich in dem Kalender. Wenn fahrende Zirkustruppen durch das Land zogen, Städte und Dörfer besuchten und ihre Tiere vorführten, lockten sie einst Besucher in Scharen. Seltenheitswert hat sicherlich das Foto eines Tanzbären, dessen „Herrchen“ ihn vor einer Kinderschar an der Bahnhofstraße/Ecke Georgsstraße zur Schau stellte. Auch für den aktuellen Kalender lieferte Peter Metschies eine Reihe von Aufnahmen aus heutiger Zeit. Eine Zusammenstellung, die neugierig machen und zu Diskussionen anregen soll. Mehrspaltig aufgebaut, bietet der Kalender fünf Familienmitgliedern Raum für eigene Einträge. „Mit eurem Engagement, so Jens Buß, habt ihr ein Stück Fürstenauer Geschichte festgehalten und Vergessenes für kommende Generationen dokumentiert.“

Bei der Übergabe der ersten Exemplare in den Räumen des Medienunternehmens wünschte er sich für die kommenden Jahre weitere attraktive Kalendermotive. Die Bevölkerung rief er auf, einmal ihre privaten Fotoalben zu durchstöbern und nach attraktiven alten Fotos Ausschau zu halten. Wer seine „Schätzchen“ für den nächsten Kalender beisteuern möchte, kann sich mit dem Medienpark Ankum in Verbindung setzen. Den Kalender im Format 24,5 mal 55 Zentimeter gibt es in den Buchhandlungen Ludlage und Weitzel, im Cafe West, im Aral Autocenter Stolle sowie bei Edeka Markt Seker.