Mitarbeiter-Meinung wichtig Trütkens erster Arbeitstag als neuer Bürgermeister

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Fürstenau/Bippen/Berge. 3. November, 9.09 Uhr im Büro des Bürgermeisters der Samtgemeinde Fürstenau: Er müsse mal kurz ans Handy, sagt Benno Trütken. Die Familie. Die zehnjährige Tochter meldet sich. Sie ist mit ihrer Schwester gerade bei der Tante in Hannover. Schnell sind die Dinge geklärt. Zum Schluss doch noch eine Frage: „Welche Farbe hat eigentlich Dein neues Büro?“ „Es ist ein Gelbton“, sagt Benno Trütken und verweist – nun etwas strenger – darauf, dass ihm gegenüber gerade Gesprächspartner sitzen. So nimmt sein erster Arbeitstag als Bürgermeister seinen Lauf.

Alles ist für Benno Trütken anders. Das fängt schon damit an, dass er bisher mit dem Fahrrad höchstens Brötchen von der Bäckerei West geholt hat. Jetzt fährt er mit dem Fahrrad auch zur Arbeit. Von seinem Büro im Fürstenauer Schloss kann er auf die Bäckerei West gucken.

Die Arbeit für die Gesellschaft für Bürgergutachten, deren Teilhaber er noch ist und die er mit zusammen mit Professor Hilmar Sturm betrieben hat, muss unterdessen ruhen. Nur noch ein Abendtermin für die Erläuterung eines Gutachtens im Auftrag der Stadt München stehe auf der Agenda. Er hoffe, der Rat stimme zu, dass er ihn noch wahrnehmen dürfe.

Noch ist Benno Trütken nicht in ein Terminkorsett gepresst, noch muss er nicht von Sitzung zu Sitzung, von repräsentativem Termin zu repräsentative, Termin eilen.

An diesem Morgen des 3. Novembers nimmt er sich deshalb erst einmal Zeit für die Verwaltung. Natürlich: Er kenne viele Mitarbeiter seit Jahren – privat oder über seine langjährige Arbeit im Rat. Gleichwohl wolle er sich noch einmal bei jedem gesondert vorstellen und mit den neuen Kollegen ins Gespräch kommen. „Die Meinung der Mitarbeiter ist mir wichtig“, betont Benno Trütken. Das gelte speziell auch für Kritik. Sein früherer Professor an der Universität in Osnabrück habe einmal ein Referat von ihm genau unter die Lupe genommen und dazu kritisch Stellung bezogen. Sein abschließender Satz sei ihm bis zum heutigen Tage in Erinnerung geblieben: „Nehmen Sie es ernst, aber nicht persönlich.“ So wolle er die Dinge auch in Zukunft handhaben.

Unabhängig davon: In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich Benno Trütken so gut wie möglich auf seine neue Aufgabe vorbereitet. Er hat das Gespräch mit Peter Selter – seinem Vorgänger – gesucht. Er hat an einer Bürgermeisterfortbildung des Städtetages teilgenommen. Er hat in der Samtgemeinde Barnsdorf bei Bürgermeister Jürgen Lübbers hospitiert. Aus gutem Grund: Die Kommune ist mit der Samtgemeinde Fürstenau in vielen Dingen vergleichbar. So ist auch dort vor einigen Jahren eine Kaserne geschlossen worden. Ein schmerzhafter Einschnitt. Inzwischen ist auf dem Gelände dort ein Gewerbepark entstanden, der – ähnlich wie der Ferien- und Freizeitpark in Fürstenau – Schritt für Schritt Gestalt annimmt.

Die weitere Entwicklung des Fürsten Forest will Benno Trütken – so wie Peter Selter auch – intensiv begleiten und fördern. Darüber hinaus seien die Ausweisung der geplanten Windparks, die Belebung der Innenstadt und der neue Haushalt für das Jahr 2015 wichtige Themen in der nächsten Zeit.

Gleichwie: Besonders erfreulich sei derzeit die Entwicklung der Firmen in der Samtgemeinde – ob es um Meurer in Fürstenau, Stöckel in Bippen oder Segler in Berge gehe, betont Benno Trütken. Sie alle hegten Expansionspläne. Und das sei positiv für die gesamte Kommune.

Positiv sei auch der Turnhallenneubau in Berge, der von viel Bürgersinn zeuge. Auf die offizielle Eröffnung freue er sich schon. Besser könne eine Amtszeit eigentlich nicht beginnen.


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