DAA zieht ein Neues Leben im alten Schlecker-Gebäude in Fürstenau

Von Jürgen Schwietert

Derzeit wird das Haus Große Straße 39 in Fürstenau renoviert. Foto: Jürgen SchwietertDerzeit wird das Haus Große Straße 39 in Fürstenau renoviert. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Es tut sich was in Fürstenau am Gebäude des ehemaligen Schlecker-Marktes an der Großen Straße 39. Besitzer Theo Kemker hat Geld in die Hand genommen, um das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Im Spätherbst zieht dort die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) – eine Schwester der DAG – ein.

Die DAA ist eine Bildungseinrichtung, die seit 65 Jahren im Bundesgebiet tätig ist. Schwerpunkte der Arbeit sind Umschulungen und Fortbildung im kaufmännischen, gewerblich-technischen sowie im IT- und im Gesundheitsbereich. Die DAA plant in Fürstenau in Zusammenarbeit mit der Maßarbeit ein berufliches Integrationscenter für Frauen. In diesem Projekt werden etwa 18 Personen täglich an Schulungen im alten Schlecker-Gebäude teilnehmen. Sie sollen nach einer gezielten Beratung, Begleitung und Qualifizierung wieder in den ersten Arbeitsmarkt einsteigen können.

Derzeit werden nun die Räume für das Projekt hergerichtet. So sind unter anderem die zur Straße An den Schanzen zugemauerten Fenster wieder geöffnet worden. Ebenfalls ist eine weitergehende energetische Sanierung erforderlich. Es entstehen variable Schulungsräume mit 35 Computerarbeitsplätzen sowie die notwendigen Büroräume für die vor Ort tätigen Mitarbeiter.

Die DAA zieht in das Erdgeschoss ein. Die oben liegenden Wohnungen werden vermietet. „Es hat sich gelohnt, auf den richtigen Mieter zu warten und unpassende Angebote abzulehnen“, so Theo Kemker.

Das Haus hat eine lange Geschichte. Heimatforscher Hermann Frommeyer erwähnte es in seinem Buch Fürstenau und seine Bürgerschaft erstmals 1654, seinerzeit befand es sich im Besitz von Johann von Eye. Im Jahre 1808 erwarb der Sattler Christian Traugott Borisch das Haus. Aus dieser Linie ging der Uhrmacher Ludwig Christian Dreyer hervor. Er heiratete Dorothea Regine Eickhoff und zog in das Gebäude ein. Um 1900 ging das Haus in den Besitz von Wilhelm Döller über. 1951 wurde es an Georg Hedtke verkauft. 1983 erwarb es Theo Kempker aus Quakenbrück.