Pastor Jürgen Klein berichtet Verhältnis von Christen und Muslime in Äthiopien

Pastor Jürgen Klein im Gespräch mit muslimischen und christlichen Vertretern in Südäthiopien. Foto: privatPastor Jürgen Klein im Gespräch mit muslimischen und christlichen Vertretern in Südäthiopien. Foto: privat

pm/ja Berge. Keine Frage. Informationen aus erster Hand sind die besten. Die kann beispielsweise der neue Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Berge, Jürgen Klein, liefern, und zwar aus einem fremden Land: Äthiopien. Dort war er mehr als 14 Jahre tätig. Am 15. Oktober wird der Pastor in der Zeit von 19 bis 21 Uhr im Gemeindehaus über das Leben und Arbeiten dort berichten. Alle interessierten Bürger sind willkommen. Auf sie wartet ein spannender Vortrag sowie ein äthiopischer Imbiss.

Die Idee eines Abends zum Thema Äthiopien entstand, als Pastor Jürgen Klein, der seit Mitte Juni in Berge arbeitet, die Frauengruppe „Auszeit“ der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde besuchte. Aus der ersten Überlegung wird nun ein konkreter Vortrag.

Pastor Jürgen Klein ist 1998 vom evangelisch-lutherischen Missionswerk in Niedersachsen – das neben anderen maßgeblich von der Landeskirche Hannovers unterstützt wird – für 14 Jahre in den Dienst der Äthiopisch-Evangelischen Kirche „Mekane Yesus“ entsandt worden. In dieser Kirche, die mittlerweile zu einer der größten lutherischen Kirchen weltweit gehört, arbeitete Jürgen Klein bis 2012 an verschiedenen Stationen.

In Addis Abeba absolvierte er zunächst das Sprachstudium. 150 Kilometer südlich der Hauptstadt arbeitete er in einem überwiegend muslimisch geprägten Gebiet, in dem er kleine Gemeinden betreute und Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit initiierte. In Hossana, dem Sitz einer von über 20 Synoden der Mekane-Yesus-Kirche, war er für die Abteilung „Gemeindearbeit und theologische Ausbildung“ zuständig. Zuletzt baute er in Addis Abeba im Zentralbüro der Kirche das Programm „Christlich-Muslimische Beziehungen“ auf nationaler Ebene auf.

Am Abend selbst wird Jürgen Klein anhand einer Präsentation ins Land einführen und einen Streifzug durch seine Projekte unternehmen. Einen besonderen Akzent wird er auf sein Verständnis von Mission legen, das sich deutlich vom antiquiert-negativen Verständnis abhebt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema der schwierigen Verständigung zwischen Christen und Muslimen, das uns auch in Deutschland zunehmend beschäftigt. Zu diesem Thema arbeitet Jürgen Klein derzeit an einer Dissertation.

Nach einer etwa 50-minütigen Präsentation können die Interessierten in der Pause erleben, wie äthiopisches Essen schmeckt. Als kleinen Imbiss bereitet die Gruppe „Auszeit“ eine äthiopische Wott (Sauce) mit Indschera (Fladenbrot) vor. Die Dekoration wird visuelle Eindrücke zum Land verstärken. Nach der Pause besteht die Möglichkeit zu Gespräch.