Neuen Zwischentrakt eingeweiht Tagesstätte St. Georg Fürstenau jetzt „runde Sache“

Von Bjoern Thienenkamp


Fürstenau. Silke Gerweler sah tatenlos zu, als ihr Gruppenkind Christian Maier das schöne Band mit einer Schere einfach durchschnitt. Nun ja, das gehört bei einer Einweihungsfeier ja wohl dazu, so auch am Samstagnachmittag an der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte St. Georg in der Bahnhofstraße in Fürstenau, wo nunmehr sechs Gruppen betreut werden können.

Im März vergangenen Jahres hatten Jugendliche durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuer, wie es die Polizei formulierte, einen Brand verursacht, der den Verbindungstrakt zwischen Kindergarten- und krippe zerstörte und auch Gruppenräume in Mitleidenschaft zog. Im November 2013 war dann das 259000 Euro teure Bauvorhaben mit dem Abriss gestartet worden. Nunmehr erfolgte die offizielle Einweihung.

„Ein Haus, das lebt“ lautete das Motto des Gottesdienstes mit Pastorin Anke Kusche und dem Team des Kindergartens. „Es ging um Anderssein, die Kinder haben durch verschiedene Farben das Anderssein symbolisiert, dann aber durch Verschmelzung zusammengefunden und erfahren, Anderssein als Vielfalt und Ergänzung zu empfinden“, fasste die Leiterin Astrid Dennig zusammen.

„Ich habe mich für die Übergangszeit bedankt, die für die Kinder ein Schock war“, sagte Peter Selter. „Hausschuhe, Jacken, gemalte Bilder, alles war nach dem Brand von Rauchstaub bedeckt“, erinnert sich der Fürstenauer Samtgemeindebürgermeister an die bitteren Erfahrungen, die die Kinder im März 2013 machen mussten.

„Superintendent Hans Hentschel hat über den Motzkopf gesprochen und ich habe den mit dem Brand gleichgesetzt“, sagte Selter. „Erstens war der frühere Kindergarten vor vier / fünf Jahren energetisch umgebaut worden, zweitens kam der weiße Anbau links mit der Krippe dazu und drittens der Übergang. Jetzt ist es eine runde Sache, eine tolle Kindertagesstätte“, freute sich Selter.

„Der Übergang zwischen Krippe und den Gruppen ist geschaffen worden, eine Rampe gleicht den Höhenunterschied zum Vorhandenen aus“, blickte auch Gregor Schröder auf fünf Monate Arbeit zurück. „Wir haben herausgeholt, was bei diesen Platzverhältnissen rauszuholen war, bei Bedarf kann das auch umfunktioniert werden“, so der Architekt. Der Anbau verfüge zudem über eine Fußbodenheizung.

Gut besucht war der „Tag der offenen Tür“, bei dem sich Eltern nun ein Bild von den Maßnahmen machten, während ihre Kleinen Spaß mit Segelfliegern hatten. Oder mit Knetmasse. Oder mit Schere und Kleber. Oder mit Sand. Oder mit Buntstiften und Papier. Oder mit Rasierschaum ...