50 Jahre Blutspende Engagement des DRK Fürstenau hat lange Geschichte


jesc Fürstenau. Ohne den Ortsverein Fürstenau des DRK wäre die Fürstenauer Vereinsgeschichte ein kleines Stück ärmer. Im Mittelpunkt seiner Arbeit in den vergangenen 50 Jahren stand das Engagement für die Blutspende. Der Verein wurde etwa Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts gegründet und ging wohl aus dem DRK-Ortsverein Settrup hervor.

In einem Gespräch mit dem Vorstand mit dem Vorsitzenden Günter Cartheush und der Stellvertreterin und Kassenwartin Bärbel Zühle sowie Erna Skusa wurde die Geschichte des Ortsvereins und seine Einsatzfreude für das Blutspendewesen lebendig.

Die Gründung des Ortsvereins lag seinerzeit aber schon mehr als ein Jahrzehnt zurück. Ein genaues Datum konnte noch nicht eruiert werden. Wie sich die Settruper Vorsitzende Ilsabe Tebbenhoff erinnert, muss der Fürstenauer Ortsverein in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, spätestens Anfang der fünfziger Jahre ins Leben gerufen worden sein. 60 Jahre besteht er mit Sicherheit schon.

Hedwig Zinkant, Erika Schlinke, Emmi Ortland und Hedwig Broermann seien Frauen der ersten Stunde gewesen, erinnert sich das Führungsteam. Die längste Zeit Mitglied im Ortsverein ist die immer noch aktive Erna Skusa. 1. Vorsitzende war nach den derzeit vorliegenden Informationen Herta Tebbenhof. Jetzt wirkt Günter Cartheush an dieser Stelle, der 1996 den jahrzehntelangen Vorsitzenden Alfred Harms ablöste. Eines ist den Mitarbeitern noch in Erinnerung. Seinerzeit sorgte das DRK-Team bei den Altwagenrennen in Fürstenau Im Felde mit für die Erstversorgung im Ernstfall.

Neben der Hilfe beim Blutspendedienst veranstaltet der Ortsverein im Rahmen seiner Seniorenarbeit kurzweilige Fahrten sowie jedes Jahr eine Weihnachtsfeier mit buntem Programm, immer mit dabei Schul- oder Kindergartenkinder. Reiseziele waren unter anderem die Schillat-Höhle und der Wolfspark Verden. Die jüngste Fahrt führt nach Emden.

Derzeit hat der Verein etwa 260 Mitglieder. Der Vorstand würde sich über neue und besonders über junge Mitglieder freuen, den auch der DRK-Ortsverein hat eine hohe Altersstruktur. Die Blutspendetermine werden seit 1964 regelmäßig vier Mal im Jahr angeboten. Jetzt blickt der Verein auf 200 Blutspendetermine mit im Durchschnitt 160 Spendern zurück. Etwa 16 000 Liter Blut kamen in diesem halben Jahrhundert zusammen. Zudem gab es in der Garnison Fürstenau Sondertermine. Vor der Jahrtausendwende fanden die Fürstenauer Blutspendetermin in der weißen Schule statt. Seitdem werden die Spender in der IGS zur Ader gelassen. Wie viele Brötchen in dieser Zeit geschmiert wurden, ist nicht überliefert.

Überliefert hingegen aber ist, dass bei den Terminen mehrfach unerkannte und auch seltene Krankheiten entdeckt wurden und den Betroffenen geholfen werden konnte, denn zu jedem Spendetermin gehört auch eine Untersuchung. Heute kann so lange gespendet werden, wie sich der Spender dazu in der Lage sieht. Früher war bei Männern mit 68, bei Frauen mit 65 Jahren Schluss. Die 19 Fürstenauer Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf.