Trio greift zu Farbe und Pinsel Neuer Anstrich fürs Alte Rathaus in Fürstenau

Von Simone Knocke


Fürstenau. War es eine Bierlaune oder gar eine Schnapsidee? Überhaupt nicht! Darauf legen Adolf Höveler, Freddy Schulte und Heinz Wagemester großen Wert. Zwar kam den drei Herren die Idee bei einem Besuch der Gaststätte Stratmann, aber die Sache hatte Hand und Fuß und wurde in kurzer Zeit mit handwerklicher Präzision umgesetzt: Sie polierten einen Teil der Fassade des Alten Rathauses am Marktplatz auf.

Als die Herren also eines Tages die Gastlichkeit bei sommerlichen Temperaturen im Außenbereich der Gaststätte am Marktplatz genossen, fiel ihnen der schlechte Zustand der Rathausfassade gegenüber auf. Die Stadtverwaltung ist derzeit vollauf mit der Haushaltskonsolidierung beschäftigt. Die nötigen finanziellen Mittel für eine Sanierung fehlen.

Kein Problem für die verantwortungsbewussten Herren: Tatkräftig organisierten sie unter der Regie der Kolping-Werkstätten und ihres Leiters Freddy Schulte die Sanierung der Fassade unterhalb des Treppenaufganges. Sie spachtelten und strichen die Front. Sie besserten den Handlauf der Rathaustreppe auf. Und damit nicht genug: Bei der Vorstellung ihres Werkes für Presse und Stadtverwaltung schmiedeten sie gleich weitere Pläne. Auf jeden Fall ist auch noch die Eingangstür dran.

Fürstenaus stellvertretende Stadtdirektorin Sonja Ahrend zeigte sich sichtlich erfreut und dankbar für das Bürgerengagement. „In Zeiten knapper Kassen, wenn es gilt, den Gürtel fast bis zur Luftnot enger zu schnallen, ist ein solcher Einsatz unbezahlbar“, betonte die Verwaltungsfrau und lobte den Einsatz der Fürstenauer Bürger in vielen Bereichen wie Schulen, Freibädern, Bibliothek und Feuerwehr. Gastwirt Thomas Stratmann lud die Herren spontan zum Essen ein.

Das Rathaus ist im Besitz der Stadt Fürstenau. Der Kunstverein „WIR“ und der Heimatverein nutzen die Räume ebenso wie die Reservisten, die eine Dauerausstellung zur Geschichte der Bundeswehr in Fürstenau präsentieren. Verschiedene Behörden bieten Sprechzeiten in dem Gebäude an. Und vor Kurzem ist der Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück mit spezifischen Beratungsangeboten dort eingezogen.