Beirat in Planung Fürsten Forest: Neue Erlaubnis für Offroad-Touren

Im Wasserloch dürfen sich die Geländewagenfahrer weiterhin austoben. Eine größere Anzahl von Wegen ist gestrichen worden – eine Voraussetzung für eine weitere Betriebserlaubnis. Foto: Archiv/Fürsten ForestIm Wasserloch dürfen sich die Geländewagenfahrer weiterhin austoben. Eine größere Anzahl von Wegen ist gestrichen worden – eine Voraussetzung für eine weitere Betriebserlaubnis. Foto: Archiv/Fürsten Forest

Fürstenau. 360 Hektar groß ist das Gelände des Fürsten Forest und damit das „größte Outdoor-Freizeitgelände in Europa“, so die niederländischen Betreiber. Gleichwie: Es gibt dort viel Platz und ebenso viel Natur. Die gilt es zu schützen, wenn die Geländewagen unterwegs sind. Deshalb hat es intensive Diskussionen gegeben, wie das zu bewerkstelligen ist. Nun gibt es ein Konzept.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden von Anliegern und den Grünen gegeben. Sie kritisierten, dass sich die Gäste des Freizeit- und Ferienparks mit ihren Geländewagen nicht an die vorgegebenen Routen hielten, immer neue Wege in den Wald „pflügten“ und so die Natur massiv schädigten. Die niederländischen Betreiber reagierten zwar und sperrten Wege ab. Doch wirklich war das Problem nicht gelöst.

Da nun die bestehende Betriebserlaubnis für Fahrten im Gelände am 31. Mai ausläuft, standen Gespräche über eine mögliche Verlängerung durch den Landkreis Osnabrück um maximal drei Jahre an. Hier ging es insbesondere darum, künftig eine Regelung zu finden, mit der alle Beteiligten leben können. Die sei nun bei einem Treffen von Parkbetreibern, Stadt Fürstenau und Landkreis am Dienstag im Kreishaus in Osnabrück gefunden worden, wie Samtgemeindebürgermeister Peter Selter berichtete. Auf dieser Basis werde die Betriebserlaubnis für drei weitere Jahre vom Landkreis erteilt. In dieser Zeit müsse der Flächennutzungsplan für das Gelände geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt sein. Das sei zwingende Voraussetzung.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Zum einen werden die Betreiber des Ferien- und Freizeitparks die etwa 90 Strecken um deutlich mehr als die Hälfte reduzieren. Zum anderen sind klar definierte „Konzentrationsflächen“ festgelegt worden. Zu diesen Flächen gehören unter anderen ein Wasserloch, eine Sandkuhle sowie das ehemalige Fahrschulgelände. Sie sind durch Wege miteinander verbunden. Hier dürften sich künftig die Offroad-Fahrer austoben, so Peter Selter.

Weiterhin ist geplant, einen Beirat zu gründen. Dem sollen neben Vertretern der Stadt Fürstenau, des Landkreises, der Parkbetreiber auch Fachplaner sowie Anlieger angehören. Auf diese Weise sollten aufkommende Probleme möglichst sofort angegangen werden, erklärte der Samtgemeindebürgermeister. Es gehe darum, ein dauerhaftes Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit und Naturschutz hinzubekommen. Er hoffe, das gelinge nun.


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