Anette Stottmann gründet Firma Kunsthandwerk in Dalvers: Denker und Drachen

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Berge. Den „Denker“, den mag Anette Stottmann besonders gern. Die „Liebenden“ und den „Drachen“ auch. Diesen Figuren für Haus und Garten gibt die 49-jährige Dalveranerin mittels eines speziellen Steingussverfahrens in einem Betrieb in Lastrup-Hemmelte Form. In Kürze wird sie die Firma übernehmen und sich selbstständig machen. Die Vorbereitungen sind getroffen. Im April könnte es so weit sein.

Wie es im Leben so ist: Vieles beginnt mit einem Zufall. 2013 war es, als Anette Stottmann bei Martina Poggel in Ennigerloh-Westkirchen anrief. Sie betreibt seit 1994 einen Handel mit Figuren und Büsten unter dem Namen „Standstein-Gestaltung“ , die ein kleines Team in Lastrup-Hemmelte herstellt. Eine Frage ergab die nächste, ein Wort das andere. Das Ergebnis: Die Dalveranerin stieß zum Team und formte alsbald in Lastrup-Hemmelte ihren ersten „Denker“. Das habe ihr große Freude bereitet. Zum einen, weil sie sich kreativ entfalten konnte, zum anderen, weil sie am Abend im wahren Sinne des Wortes die Ergebnisse ihrer Arbeit in Händen halten konnte. „Ich hatte sofort Erfolgserlebnisse“, sagt Anette Stottmann. Das war während ihrer Arbeit als Altenpflegerin selten der Fall. Dort habe sie sich förmlich aufgerieben.

Nun also widmet sie sich mit Begeisterung dem Formenbau, dem Ausgießen und Ausschalen der Figuren. Um die Weihnachtszeit herum kam sie gleichwohl ins Grübeln. Martina Poggel erklärte ihr, dass sie den Betrieb gerne abgeben wolle. Nur noch um den Vertrieb der Produkte wolle sie sich kümmern.

Für Anette Stottmann begann eine Zeit des intensiven Nachdenkens. Sollte sie mit 49 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit wagen? Und vor allem: zu welchen Bedingungen? Inzwischen liegen erste Ergebnisse dieses Denkprozesses vor. Mit zwei Mitstreitern wird sie die Produktionsstätte in Lastrup-Hemmelte weiterführen, und war unter dem Namen „Anevar Deko – Ideen für Haus und Garten“. Der Name der Firma setzt sich aus den Vornamen des Trios zusammen. Während die beiden Männer hauptsächlich für die handwerklichen und künstlerischen Belange zuständig sind, will sich Anette Stottmann verstärkt um das Führen der Geschäfte kümmern. Auch hat sich die 49-Jährige überlegt, in ihrem Haus an der Neuen Beeke 5 im Berger Ortsteil Dalvers einen kleinen Verkaufsraum zu eröffnen, den Kunden zunächst nach Terminabsprache besuchen können.

Der offizielle Firmenstart ist für April geplant. Fest steht bereits jetzt, dass es an Arbeit nicht mangeln wird. Für die Figuren – Fantasiegestalten, Wichtel, Tiere, Engel, Büsten – gibt es viele Abnehmer, ob in Bremen, Hamburg oder im Münsterland. Eigentlich gibt es im Norden nur noch einen echten weißen Fleck: das Emsland. Hier sucht Anette Stottmann noch einen Verkäufer, der auf selbstständiger Basis Geschäfte besucht und die Figuren vorstellt.

Unterdessen läuft die Produktion weiter. Im Mittelpunkt steht dabei ein spezielles Steingussverfahren, dass eigens von der Firma entwickelt worden ist und das den Figuren einen besonderen Sandsteincharakter verleiht. Alle Figuren sind Unikate, deren Formen die Mitarbeiter selbst entwickelt haben. Auch Kundenwünsche erfüllt die Firma.

Besonders beliebt sind derzeit Figuren, die mit Rostpartikeln überzogen sind. Auch dafür haben Anette Stottmann und ihre Mitstreiter ein spezielles Verfahren entwickelt. „Rost ist angesagt“, erklärt die Fachfrau und ist voll in ihrem gestalterischen Element.

Weitere Informationen: 05435/2892.


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