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Golfplatz und Ferienhäuser Abenteuer im „Fürsten Forest“: Planungen für den Ferien- und Freizeitpark laufen

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Offroad-Fahren im Ferien- und Freizeitpark „Fürsten Forest“. Foto: privatOffroad-Fahren im Ferien- und Freizeitpark „Fürsten Forest“. Foto: privat

Fürstenau. In Venne ist der Ferienpark zu den Akten gelegt worden. In Fürstenau wird hingegen fleißig ein ehemaliges Kasernengelände nebst Übungsplatz überplant. Auch sind bereits erste Projekte realisiert – zum Beispiel eine Offroad-Strecke für Geländefahrzeuge und ein Campingplatz. Ein gastronomischer Betrieb wird im April eröffnet. Die Investoren planen zudem Ferienhäuser, einen 27-Loch-Golfplatz, ein Hotel sowie Luxus-Landhäuser. Auch einen Namen gibt es für das Projekt: Ferien- und Freizeitpark „Fürsten Forest“.

Wie berichtet, hatten drei niederländische Unternehmer das Kasernengelände mit insgesamt 330 Hektar 2008 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft. Kurze Zeit später erwarben Jan Boomkamp, Hans Lesscher und Peter van Merksteijn nochmals rund 30 Hektar von einem Privatmann. 2009 nahmen Landkreis, Samtgemeinde und Stadt Fürstenau die ersten Planungen für das Projekt in Angriff. Inzwischen ist der Entwurf für einen Flächennutzungsplan fertig. Parallel dazu haben die Verantwortlichen in Absprache mit den Niederländern das Gelände in vier Bebauungsplan-Abschnitte für die touristische Nutzung eingeteilt, damit die Genehmigungsverfahren schneller über die Bühne gehen. „Wir kommen gut voran“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Peter Selter. Das liege auch daran, dass der Landkreis sehr kooperativ sei.

Gleichwohl gibt es noch einige Probleme, die im wahren Sinne des Wortes aus dem Weg geräumt werden müssen. So ist noch eine „technische Erkundung“ zu Kampfmitteln in bestimmten Bereichen des Übungsgeländes notwendig. Wie lange diese Untersuchungen dauern werden, ist ungewiss. Peter Selter hofft, dass die zuständigen Behörden beim Bund, beim Land und beim Kreis die Kommune so unterstützten, dass schnelle Ergebnisse möglich sind.

Damit die Investoren nicht zu lange warten müssen, haben die Niederländer unter anderem eine auf zwei Jahre befristete Genehmigung für eine Offroad-Strecke auf dem Gelände erhalten. Sie wird inzwischen von Autoclubs aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich genutzt. Die Abenteuerpiste mit Holzbrücken, Sandgruben und Seedurchquerung wird besonders von Geländewagen- und Quadfahrern unter die Räder genommen. Auch ein Panzer steht für Fahrten auf einer alten Bundeswehr-Übungsstrecke bereit. Zudem können sich Gäste Autos der Marken Ferrari oder Lamborghini ausleihen. Die Resonanz sei gut, wie kürzlich Cees Meekers von der „Project begeleiding“ berichtete. Das bestätigen auch die Reaktionen von Gästen, die die Offroad-Strecke weiterempfehlen. Weit und breit gebe es kein vergleichbares Angebot, berichtet ein Offroadfahrer. Ein anderer merkt im Internet im Telegrammstil an: „Großer Park, viele interessante Passagen.“ Auch der Campingplatz erhält Lob. Über die Resonanz dürfte sich besonders Peter von Merksteijn freuen. Er ist Motorsportler und hat unter anderem an der Rallye Dakar teilgenommen.

Als Nächstes wird nun im April ein gastronomischer Betrieb im ehemaligen Offiziersheim eröffnet, den die Fürstenauer Geschäftsfrau Antje Kowallik führen wird. Geboten wird unter anderem ein Saal für 120 Personen, eine Kellerbar für 30 bis 40 Gäste, eine Lounge sowie eine große Grillterrasse. Eine besondere Attraktion ist ein Laserschießstand im Keller. Dort können Gäste virtuell auf Bären- oder Elefantenjagd gehen.

In Planung ist weiterhin ein 27-Loch-Golfplatz auf einer Fläche von 122 Hektar, in den die Niederländer Ferienhäuser integrieren wollen. Die Planungsgespräche der Investoren laufen. Weiterhin ist der Umbau eines Kasernengebäudes zu einem Hotel geplant. Bei allen geplanten Aktivitäten betont Projektmangager Cees Meekers immer wieder, dass alle Vorhaben in Einklang mit Umweltschutzaspekten gebracht werden sollten. Die besondere Natur auf dem Übungsgelände sei das größte Kapital bei der Weiterentwicklung von „Fürsten Forest“, erklärt der Niederländer.


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