Vereine investieren gemeinsam Defibrillator am Feuerwehrhaus Ohrtermersch installiert

Von Liesel Hoevermann

Der Defibrillator kann Leben retten, Vertreter und Vertreterinnen der Vereine in Ohrtermersch freuen sich über die sinnvolle Anschaffung. Foto: Liesel HoevermannDer Defibrillator kann Leben retten, Vertreter und Vertreterinnen der Vereine in Ohrtermersch freuen sich über die sinnvolle Anschaffung. Foto: Liesel Hoevermann

Ohrtermersch. Am Feuerwehrhaus in Ohrtermersch hängt jetzt ein Defibrillator, kurz Defi genannt. Der kann Leben retten und damit ist das mobile Gerät eine wichtige Anschaffung, sind sich die Vereine vor Ort einig.

Die Vertreter und Vertreterinnen der Vereine ließen sich im benachbarten Sportlerheim zeigen, wie der Defi funktioniert. Jan Franzkowiak von der Firma notfallkoffer.de erläuterte den Anwesenden der Freiwilligen Feuerwehr, des Sportvereines, des Schüztenvereins und der Jagdgenossenschaft die Funktion des grundsätzlich selbsttätigen Defis. Ist jemand ohnmächtig und nicht mehr ansprechbar, kann der Defi ein mögliches Herzkammerflimmern erkennen und durch einen elektrischen Impuls einen lebensrettenden Anstoß geben.

Dafür muss der Ersthelfer vor Ort lediglich die beiden Elektroden des Defibrillators am nackten Oberkörper des Liegenden befestigen. Das Gerät misst dann die Herzfrequenz und löst bei Bedarf einen kurzen Elektroschock aus. Praktisch für Ersthelfer ist die laute und begleitende Ansage durch den Defi, die genaue Anweisungen für den richtigen Ablauf gibt.

Kein Ersatz für Herzdruckmassage

Wichtig ist, der Defi ersetzt keine Herzduckmassage, die bei Herzstillstand unbedingt erforderlich ist und bis zum Eintreffen geschulter Rettungskräfte konsequent durchgeführt werden muss, erläuterte Franzkowiak. Das hat jeder im Erste-Hilfe-Kurs gelernt.

Vielleicht sollte man solch einen Kurs nochmal vor Ort anbieten, überlegten die Vertreter der Ohrtermerscher Vereine, die sich auch zur Finanzierung des immerhin 2000 Euro teuren Gerätes zusammen geschlossen haben. Ergänzt wird die Finanzierung durch 700 Euro vom Kreissportbund Osnabrück und einem weiteren Zuschuss durch die Samtgemeinde Fürstenau.

„Die Erfahrungen aus Einsätzen haben gezeigt, wie hilfreich der Defi in Notfällen ist.“Mathias Ventzke

Die Freiwillige Feuerwehr Ohrtermersch-Ohrte hatte die Anschaffung des Defibrillators angeregt. „Die Erfahrungen aus Einsätzen haben gezeigt, wie hilfreich der Defi in Notfällen ist“, erklärte Mathias Ventzke als stellvertretender Ortsbrandmeister. „Egal, ob für Zuschauer oder Fußballspieler, auch für den Einsatz rund um den Sportplatz kann der Defi hilfreich sein“, ergänzte Markus Ackmann, Vorsitzender des BSV Ohrtermersch-Ohrte.

Der Defi ist jetzt in einer wettergeschützten Aufhängungsbox am Feuerwehrhaus angebracht und durch langlebige Batterien jederzeit einsetzbar. Die bei der Einweisung in die Funktion des Gerätes anwesenden Vertreter und Vertreterinnen der örtlichen Vereine stehen zudem für Nachfragen zur Verfügung.


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