Einführung am 1. Dezember Doris Seide neue Küsterin der Fürstenauer St. Georg-Gemeinde

Von Jürgen Schwietert

Pastorin Anke Kusche (links) ist erfreut, mit Doris Seide  eine neue Küsterin gefunden zu haben. Foto: Jürgen SchwietertPastorin Anke Kusche (links) ist erfreut, mit Doris Seide eine neue Küsterin gefunden zu haben. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Georg Fürstenau hat mit Doris Seide eine neue Küsterin ihr Amt angetreten. Offiziell eingeführt wird sie im Gottesdienst am Sonntag, 1. Dezember, um 14 Uhr in St. Georg.

Doris Seide folgte auf Stefanie Alberring, die nach dreieinhalb Dienstjahren eine andere Aufgabe außerhalb der Kirchengemeinde übernahm. Stefanie Alberring wurde am vergangenen Sonntag im Gottesdienst feierlich verabschiedet.

Die neue Küsterin freut sich auf ihren umfangreichen Aufgabenbereich. Die verheiratete Mutter zweier Mädchen ist mit Engagement bei der Sache. Sie betreut nicht nur die Kirche, sondern auch das Gemeindehaus. Doris Seide lernte über die Kindergartenarbeit am evangelischen Kindergarten die verschiedensten Aufgaben in einer Gemeinde kennen. Sie war und ist ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen tätig, gestaltete die Morgenoase mit und war als Kindergottesdiensthelferin engagiert.

Die 51-jährige Fürstenauerin plante, sich beruflich zu verändern. Und so ergab es sich, dass sie zunächst nebenbei als stellvertretende Küsterin arbeiten konnte. Nachdem Stefanie Alberring bekannt gab, ihre Stelle zu verlassen, stand schnell fest: Die neue Küsterin wird Doris Seide. Sie wurde vom Kirchenvorstand mit seiner Vorsitzenden Pastorin Anke Kusche eingestellt. „Wir waren froh, dass wir Doris hatten“, betont Anke Kusche.

Auf Doris Seide kommt eine Menge an Aufgaben zu. Sie ist für den Altarschluck zuständig, hat für besonderen Schmuck zu Advent, Weihnachten, Pfingsten, Ostern und Erntedank zu sorgen, bereitet die kirchlichen Rituale vor, hilft bei Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Trauerfeiern. Außerdem trägt sie die Verantwortung für die Glocken und organisiert die Belegung und Nutzung der Räume im Gemeindehaus, hilft bei den dortigen Veranstaltungen, darunter dem Café der Begegnung und dem Spielkreis mit. „Wenn im Gemeindehaus keine Küsterseele ist, fehlt dort die Wärme“, betont Pastorin Anke Kusche.

Um als Küsterin arbeiten zu können, gehört eine abgeschlossene Berufsausbildung dazu sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit. „Mir macht die Aufgabe riesigen Spaß. Man muss Menschen mögen, man muss aber auch schweigen können“, betonte Seide. Die Küster im Kirchenkreis sind organisiert und treffen sich jährlich zu Ideen- und Meinungsaustausch, aber auch zu Fortbildungsveranstaltungen.

Das Küsteramt gibt es seit über 3000 Jahren. Zu Zeiten König Davids gab es bereits 4000 Türhüter, die sich zum Custos und weiterhin zum Küster wandelten. Sie hatten schon damals die Aufgabe, Vorhöfe und Tempelbezirke zu beaufsichtigen, die Schlüssel zum Gotteshaus zu verwahren, die Gottesdienste anzukündigen und die Kirchenbücher zu führen und den Kirchenschatz sicher zu lagern.


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