Moderatorin in Sträflingskluft Team des NDR dreht Film über Fürstenaus touristische Highlights

Von Maria Kohrmann-Unfeld

Bei einem zünftigen Bischofsmahl ließ es sich das Team vom NDR schmecken. Foto: Maria Kohrmann-UnfeldBei einem zünftigen Bischofsmahl ließ es sich das Team vom NDR schmecken. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

Fürstenau. Zwei Tage war ein dreiköpfiges Fernsehteam des NDR in Fürstenau und Umgebung unterwegs, um die touristischen Highlights filmisch in Szene zu setzen. Übernachtet haben die Medienleute im historischen Gefängnishotel.

„Durch einen Bericht in der Presse sind wir auf das Hotel im ehemaligen Amtsgefängnis aufmerksam geworden“, erklärt die Redakteurin Katrin Richter, die mit Kameramann Jörg Teiwes und Tonfrau Rike Castenow am Morgen aus Hannover in Fürstenau anreiste. Daher wurde das Gefängnishotel während der Dreharbeiten besonders in den Fokus genommen

Ausgestrahlt werden die Filmaufnahmen über Fürstenau im NDR-Fernsehen „Nordtour“ am Samstag, 23. November 2019, um 18 Uhr. Innerhalb der Sendung werden die Aufnahmen in zwei Filmsequenzen von jeweils viereinhalb Minuten gezeigt.

Übernachtung im Gefängnishotel

Bei seiner Ankunft wurde das Fernsehteam vom „Gefängnisdirektor“ Werner Pries begrüßt und in die Regularien eingewiesen. Wie es sich für Gefängnisinsassen gehört, schlüpfte die Redakteurin in die schwarz-weiß gestreifte Kluft und führte das Interview mit dem Initiator und Motor des Gefängnishotels in einer Zelle. Bei einem Streifzug über die Schlossinsel und durch die Innenstadt fing das Filmteam interessante Fürstenauer Impressionen ein. Ein Besuch in der musealen Destille „Hubert Sandhaus“ mit Verkostung von diversen Spirituosen gehörte natürlich auch zum Programm. 

Am Abend traf man sich am „Cojohn“, um gemeinsam mit der Bürgermeisterin Manuela Nestroy, Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, Sandra Fenstermann und Anke Höpker vom Touristikbüro und weiteren Fürstenauer „Statisten“ einen Gang über die Schlossinsel zu machen. Empfangen wurden sie vom Cojohn Friedhelm Esch, der die Gäste zu einer Armeleutesuppe in die trutzige Bastion einlud. Danach wurden sie im Hotel Am Markt vom „Militärkommandanten und Drost Michael Wilhelm Koboldt von Tambach“ zum oppulenten Bischofsmahl begrüßt. 

Musik aus dem Spätmittelalter

Für die Veranstaltung engagierten die Organisatoren eigens das Ensemble „Olla Poodrida“ aus Quakenbrück. Die Musikgruppe spielte passend zu den Speisen aus dem Spätmittelalter alte musikalische Weisen. Familie Richter hatte den Speiseraum dem Anlass entsprechend perfekt hergerichtet. Die Tafel war für das Bischofsmahl festlich geschmückt und mit silbernen Kandelabern dekoriert. Koch Steffen Hardt fungierte als "Lebendige Speisekarte" und kündigte jeden einzelnen Gang an. Die Gäste genossen das köstliche Mahl von der Vorspeise bis zum Nachtisch mit Feigen und Mandelmilch.

Nach der Reise in die Fürstenauer Vergangenheit ging es am nächsten Tag weiter zum Freizeit- und Ferienpark Fürsten Forest. In den neuen Escape-Rooms wartete ein besonderes Freizeitangebot mit Rätselspass und Nervenkitzel auf die Besucher. Für ein weiteres touristisches Highlight, das Haifischzentrum in Bippen, will das Fernsehteam zu einem späteren Zeitpunkt separate Filmaufnahmen machen.


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